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Schweiz will wieder an die Spitze (Teil 2)

Um wieder Top-Finanzplatz zu werden, will sich die Schweiz auf zentrale Geschäftsfelder konzentrieren.

Insgesamt haben die involvierten Brancheverbände 9 zentrale Geschäftsfelder ausgemacht, in denen die Schweiz mit dem neuen Masterplan für den Finanzplatz wieder - oder weiterhin - Weltspitze sein soll.

Allen voran ist das Private Banking zu nennen. Hier könnten bis zum Jahr 2015 rund 4.350 neue Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Schweiz soll weiterhin weltweit die Nummer eins in der Vermögensverwaltung bleiben und ihre Top-3-Position im Global Wealth Management erhalten. Gestützt wird der Wachstumstrend von der demographischen Entwicklung und der zunehmenden Konzentration der Vermögen.

Auch in der Handelsfinanzierung will die Schweiz ihre weltweit führende Position festigen und ausbauen. Besonders die Zentren in Genf und Zug haben demnach eine kritische Masse erreicht; zwei Drittel des weltweiten Rohölhandels laufen über Genf. Der Ausbau dieses Bereichs dürfte weitere 4.000 Stellen entstehen lassen.

Mehr Fachkräfte

Bei den Alternativen Investments will sich die Schweiz in Europa als Top-3 Standort etablieren. Das gemanagte Volumen von Private Equity soll verdoppelt werden. In diesem Bereich gilt es insbesondere den Mangel an Fachkräften zu beheben. Geplant sind bis 2015 gegen 2.000 neue Stellen.

Im Lebensversicherungsgeschäft gilt ein Binnenansatz: Die Bedürfnisse am Heimmarkt sollen mit innovativen Produkten optimal befriedigt werden. Gelingen die Pläne, die unter anderem verschiedene steuerliche Erleichterungen beinhalten, dann dürften hier gemäss den Angaben zwischen 550 und 600 neue Jobs geschaffen werden.

Von grösster Bedeutung wiederum könnte eine Internationalisierung der Vorsorge sein. Sollte es der Schweiz gelingen, auch im internationalen Pensionsgeschäft zu einer führenden Rolle aufzusteigen, sind bis zu 5.500 neue Arbeitsplätze denkbar. Immerhin geht es um die Verwaltung von Geldern die ein Volumen bis zu 2 Bio. Franken erreichen.

Konkurrenten London und Bermuda-Inseln

Auch in Sachen Rückversicherung könnte die Position des Alpenlandes verbessert werden. Die bisherige gute Stellung wird demnach von London als Knowledge-Center und den Bermuda-Inseln als Kapitalmagnet bedroht. Hier wird mit bis zu 2.100 neuen Jobs gerechnet.

Ein weiteres Feld dem sich der Finanzplatz Schweiz öffnen will, sind die Spezialfonds für HNWI. Es gebe immer mehr Nachfrage nach individuell optimierten Lösungen; Engpässe stellten der Mangel an talentierten Fachkräften und die zurückhaltende Standortförderung sowie Ineffizienzen im Steuersystem dar. Auf dem Arbeitsmarkt würden entsprechende Massnahmen mit bis zu 825 neuen Stellen belohnt.

Weitere Wachstumsgebiete sind den Angaben zu Folge Venture Capital (bis 750 Stellen) sowie ein Trust Center für die Preisbestimmung von Hedge-Funds. Beim VC liegt die Schweiz derzeit hinter dem europäischen Durchschnitt, was den Anteil des investierten VC in Prozent des BIP betrifft.

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