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Als Expat am besten in die Schweiz

Immer mehr Mitarbeiter werden ins Ausland entsandt, viele in die Schweiz. Sind Sie auch betroffen?

Immer mehr Hochqualifizierte werden als so genannte Expatriates von ihren Arbeitgebern auf Zeit ins Ausland geschickt. "Wissenstransfer, Projektrealisierung oder Markterschließung - für die Entsendung von Mitarbeitern gibt es viele gute Gründe", erklärt Frank Hohns, Senior Manager Global Employer Services bei Deloitte Deutschland im Zuge der Veröffentlichung einer Studie zum Expatriate-Management.

Ziel deutscher Hochqualifizierter ist immer häufiger die Schweiz: Die Zahl der deutschen Erwerbstätigen in unserem südlichen Nachbarland hat einer aktuellen Erhebung des Schweizerischen Bundesamts für Statistik (BFS) zufolge im zweiten Quartal 2007 um 12 % zugenommen. 115.000 deutsche Expatriates sind demzufolge in der Schweiz beschäftigt, 89.000 allein im Dienstleistungssektor.

Wer als Banker oder auch als Versicherungsangestellter eine Auslandsstation plant, könnte also gut in der Schweiz landen - und sollte sich darüber freuen. Denn in Europa ist die Schweiz aus steuerlicher Sicht das attraktivste Land für Hochqualifizierte. Dies zeigt der aktuelle BAK Taxation Index 2007 von BAK Basel Economics.

Attraktive Steuergesetze für Gutverdiener

Demnach bieten die Schweizer Kantone hinter den asiatischen Standorten Singapur und Hongkong die attraktivsten Steuergesetze für Gutverdiener mit einem Mindesteinkommen von 100.000 €. Die Steuerbelastung in europäischen Konkurrenzstandorten ist deutlich höher.

Ein hochqualifizierter Arbeitnehmer im steuerlich attraktivsten Kanton Zug muss für ein Nettoeinkommen von umgerechnet 100.000 € nach Steuer und Abgaben 132.000 € brutto verdienen. Hinter Zug folgen die Kantone Obwalden (133.000 €) und Schwyz (134.000 €). In Deutschland hingegen sind es knapp 172.000 €.

Ein Aufenthalt in der Schweiz kann sich also lohnen. Die Chancen dafür stehen gut: "Nach Einschätzung der Unternehmen werden Entsendungen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen", erklärt Hans Geilen, Senior Manager Global Employer Services bei Deloitte Deutschland.

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AUTORAnonymous Insider Comment
  • Ke
    Kera
    17 Januar 2010

    Dem stehen die viel höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz entgegen wie Mieten, Krankenversicherung und sehr hohe Gebühren für Kinderbetreuung. Die Krankenversicherung gibt es nur mit Selbstbehalt und selbst dann sind viele Behandlungen (z.B. Zahnarzt) von der obligatorischen Krankenversicherung ausgeschlossen. Daher braucht man dort netto auch mehr in der Tasche als in Deutschland oder Frankreich.

  • Ve
    Vera Gruber
    6 April 2008

    Attraktive Steuergesetze in der Schweiz, kann ich nur bestätigen, wir wandern dieses Jahr auch aus. Mein Ehemann ist Master of Computer Science und ich bin internat. Bilanzbuchhalter. Bei uns bleibt auf jeden Fall mehr netto in der Tasche als hier in D.
    Mit freundlichen Grüssen
    Vera Gruber

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