Gehälter und Boni: Was sich im Investmentbanking in Frankfurt verdienen lässt

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Gehälter und Boni: Was sich im Investmentbanking in Frankfurt verdienen lässt

Photo by Paul Fiedler on Unsplash

Um die Gehälter im Investmentbanking ranken sich Mythen. Klar ist: Die Gehälter sind traditionell gesplittet in Base und Bonus, letzterer fliesst einmal jährlich und bildet den variablen Gehaltsanteil. Fest steht weiterhin: Im Banking gibt es klare Karrierestufen, nach denen sich auch die Bezahlung richtet – Analyst, Associate, Vice President, Director, Managing Director.

Berufseinsteiger starten als Analyst, nach zwei Jahren steigt man bei einige Investmentbanken bereits zum Associate auf. Auch die Associate-Phase dauert traditionell zwei bis drei Jahre, anschliessend erfolgt die Ernennung zum Vice President. Ab diesem Level allerdings wird der Aufstieg schwer – viele verharren zehn Jahre und länger auf dem Vice President-Level, und dies erklärt auch, warum die Gehaltsspanne hier deutlich grösser wird als auf den unteren Stufen.

Neben der Karrierestufe und der damit verbundenen Berufserfahrung hängt die Bezahlung massgeblich von der Bank ab: Die grossen Player (Tier 1, 2 und 3) zahlen traditionell besser, aber im Kampf um die besten Talente haben auch Boutiquen nachgezogen. Sabrina Tamm, Inhaberin der Personalvermittlungsgesellschaft Financial Talents, kennt den Markt seit vielen Jahren und berichtet: „In den letzten ein bis zwei Jahren haben auch die Banken, die klassischerweise immer am unteren Ende der Gehaltsskala waren, mehr Bewusstsein dafür entwickelt, was marktüblich ist.“

Hebt der Brexit das Gehaltsniveau?

Im Zuge des Brexits müssen viele Grossbanken ihr EU-Geschäft von London nach Kontinentaleuropa verlegen – so wollen es die Aufsichtsbehörden. Manche hatten im Vorfeld gemunkelt, dass ganze Heerscharen an Londoner Bankern nach Frankfurt kommen könnten und sich das Gehaltsniveau in diesem Zusammenhang eher in Richtung von Londoner Standards hin entwickeln könnte. Eine berechtigte Hoffnung? Dagmar-Elena Markworth, Partner beim Executive-Search-Spezialisten Odgers Berndtson und Expertin für den Bereich Financial Services, winkt ab: „Wir erleben kaum Zuzüge.“ Vielmehr höre man immer wieder von Verträgen, die schon unterschrieben sind und sich dann doch wieder zerschlagen, weil die Leute lieber in London bleiben wollen.

Auch Sabrina Tamm sagt, dass es kaum Banker gäbe, die dieser Tage von London nach Frankfurt ziehen – und schon gar nicht mitsamt der ganzen Familie. Für bestimmte Berufsgruppen bieten sich daher jetzt besondere Chancen: Spezialisten für Compliance, Audit, Regulatory oder auch Risk sind Dagmar-Elena Markworth zufolge gefragt wie selten. „Der Kandidatenpool ist erschreckend überschaubar“, bestätigt Sabrina Tamm. Entsprechend seien die Gehaltsvorstellungen der Kandidaten laut Tamm „sehr selbstbewusst“. Wem das Gehalt wichtig ist, der sollte sich also in den genannten Funktionen umsehen – oder auch gleich nach London gehen.

Bezahlung in der Investment Banking Division in Frankfurt

Photo by Patrick Mueller on Unsplash

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