Ein Vorstellungsgespräch während der Arbeitszeit – Do’s & Dont’s

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Ein Vorstellungsgespräch während der Arbeitszeit – Do’s & Dont’s

Foto: Getty Images

Womöglich zählt ein anstehendes Vorstellungsgespräch zu den wenigen Situationen im Leben, in denen eine kleine Notlüge zulässig ist. Denn: Falls das Jobinterview nicht ausserhalb der Arbeitszeit stattfinden kann, braucht es eine gute Ausrede, um sich vom Arbeitsplatz davonzustehlen. Doch wie stellt man sicher, dass das Ganze möglichst unbemerkt bleibt? Was, wenn das Gespräch in London stattfindet? Und macht es Sinn, die eine oder den anderen Kollegen einzuweihen?

Vorstellungsgespräch während der Arbeitszeit

Ein Vorstellungsgespräch während der Arbeitszeit wahrzunehmen, will gut geplant sein. „Bringen Sie vorab in Erfahrung, wie genau das Gespräch aussieht und wie lange es dauern wird“, rät Sabrina Tamm, die als Headhunterin die Problematik von Jobinterviews während der Arbeitszeit gut kennt. Um das kurze Verschwinden möglichst diskret zu gestalten, rät Tamm, sich so zu kleiden wie immer. „Wenn der Dresscode in Ihrem Büro smart-casual ist und Sie dort dann plötzlich mit Krawatte erscheinen, wirft das Fragen auf.“ Doch was, wenn der potenzielle neue Arbeitgeber einen anderen Look erwartet? Headhunterin Tamm rät dazu, das Thema im Vorfeld proaktiv anzusprechen. „Kommunizieren Sie, dass Sie direkt aus dem Büro zum Gespräch kommen und daher Office-üblich gekleidet sein werden. Dann wird Ihnen das niemand übel nehmen.“

Ein erstes Vorstellungsgespräch während der Arbeitszeit zu absolvieren, hält Tamm für unproblematisch. Wenn allerdings die zweite oder dritte Runde ansteht, empfiehlt sie, sich einen halben Tag Urlaub zu nehmen. „Sie gehen dann viel konzentrierter ins das Gespräch, als wenn Sie innerlich mit einem Bein schon wieder zurück am Schreibtisch sind.“ Bei Nachfragen nach dem Grund des Urlaubs ist ihrer Meinung nach eine Notlüge erlaubt – „hier können Sie zum Beispiel sagen, dass Sie einen Handwerkertermin haben.“

Vorstellungsgespräch in London

Eine besondere Herausforderung für Bewerber aus Deutschland sind Jobinterviews, für die man nach London fliegen muss. „Wer von Frankfurt nach London fliegt, wird zwangsläufig andere Banker in der Maschine haben – es besteht also eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie jemanden treffen, den Sie kennen“, so die Erfahrung von Sabrina Tamm. Hier müsse man dann eine gute Ausrede haben, etwa, dass man übers Wochenende in London war, oder dort Freunde besucht habe. „Damit das glaubwürdig ist, sollte man Vorstellungsgespräche in London nach Möglichkeit auf einen Montag oder Freitag legen“, so Tamm.

Kollegen einweihen?

Vorstellungsgespräche sind aufregend – und möglicherweise drängt es einen, besonders nahestehenden Kollegen davon zu erzählen. Doch ist das eine gute Idee? Headhunterin Sabrina Tamm rät ab. Wenn sich ein Angebot konkretisiere, könne man allerdings überlegen, wer ein guter Sparringspartner sein könnte, mit der oder dem man das Pro und Contra eines möglichen Wechsels besprechen könnte. Anders sei es, so Tamm, wenn sich Teams in einer so desparaten Lage befänden, dass quasi alle auf dem Absprung seien. „Dann wird manchmal fast schon erschreckend offen über Jobinterviews geredet.“

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Photo by Chris Parmiter on Unsplash

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