„Unsere Investmentbank hatte ein exzellentes Quartal“: Gewinner und Verlierer bei der UBS

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Der UBS ist ein guter Start in das neue Jahr gelungen. Während die Erträge im ersten Quartal binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent auf 7,7 Mrd. Franken zulegten, sanken die Kosten um 1,8 Prozent auf gut 5,7 Mrd. Franken. Unter dem Strich verbesserte sich das Vorsteuerergebnis um 17 Prozent auf knapp 2 Mrd. Franken. Hier die Gewinner und Verlierer des ersten Quartals.

Gewinner: Investmentbanker

„Unsere Investmentbank hatte ein exzellentes Quartal“, sagte Finanzchef Kirt Gardner beim Analystencall. Der Vorsteuergewinn kletterte um 13 Prozent auf 629 Mio. Franken. Dabei musste die UBS einen kräftigen Gegenwind durch den schwachen US-Dollar verkraften. Auf Dollarbasis liege das Plus sogar bei 20 Prozent. Das gute Abschneiden gehe deutlich über saisonale Effekte hinaus, hiess es.

Besonders gut lief das Geschäft mit Aktien- und Anleiheemissionen sowie der Beratung bei Fusionen und Übernahmen (ECM, DCM und Advisory), wo die Erträge um 15 Prozent auf 825 Mio. Franken kletterten. Im Aktienhandel (Equities) legten die Erträge sogar um 17 Prozent auf 400 Mio. Franken zu. Im Handel mit Devisen, Zinsen und Krediten ging es um 11 Prozent auf 1,1 Mrd. Franken aufwärts.

Gewinner: Investmentbanker II

Dass die Investmentbanker auch zehn Jahre nach der Finanzkrise weiterhin an der Spitze der Nahrungskette stehen, belegt unser kleines Ranking der Personalausgaben pro Kopf. Demnach liess die UBS für jeden ihrer knapp 4900 (Front Office) Investmentbanker durchschnittlich mehr als 184.000 Franken springen. Im Schweizer Filialgeschäft und im Corporate Center waren es hingegen nur gut 34.000 Franken.

Verlierer: Contractors

Wie schon in der Vergangenheit der Credit Suisse gelingt der UBS das Kunststück, Personal abzubauen und gleichzeitig die Mitarbeiterzahl zu steigern. Der Grund dafür stellt der feine Unterschied zwischen Mitarbeitern und Contractors da. So beschäftigte der Konzern Ende des ersten Quartals 62.537 Mitarbeiter und damit 1741 mehr als im Vorjahr. Dagegen wurde die Zahl der Contractors um 2323 auf 24.027 verringert. Unter dem Strich ergibt sich ein Minus von 582 Stellen.

Dies zeigt sich vor allem im Corporate Center, in dem weite Teile des Back und Middle Office gebündelt sind. Dort sank die Zahl der Contractors um 2243 auf 21.506. Dagegen kletterte die Zahl der Angestellten um 1423 auf 26.566 Mitarbeiter. Hier gingen also 820 Arbeitsplätze verloren.

Wie andere Banken setzt die UBS bei der IT wieder verstärkt auf eigenes Personal statt auf Contractors. Laut Gardner habe es die Bank beim Outsourcen zu weit getrieben und es bestehe „ein Bedarf, das neu auszubalancieren.“ Gardner kündigte gegenüber den Analysten an, auch in den kommenden Jahren teures externes Personal durch günstigeres internes zu ersetzen. Die UBS wolle aber auch viele Tätigkeiten im Middle und Back Office durch Roboter ersetzen, sagte Gardner.

Verlierer: Asset Manager

Eigentlich sollte das Asset Management rund laufen. Die verwalteten Vermögen erreichten mit 792 Mrd. Franken den höchsten Wert seit zehn Jahren. Da sich die Erträge im Asset Management an der Höhe der verwalteten Vermögen bemessen, sollte damit eigentlich die Kasse klingeln. Doch dem war nicht so. Vielmehr purzelte der Vorsteuergewinn um 12 Prozent auf 108 Mio. Franken. Finanzchef Gardner führte dies auf den hohen Anteil der Assets in US-Dollar zurück. Da Schwächeln des Dollars habe somit das Ergebnis belastet. Dennoch gibt es ein Trostpflaster. Laut dem Quartalsbericht ist die Mitarbeiterzahl binnen Jahresfrist um 55 gestiegen.

Verlierer: Filialmitarbeiter

Auch im Filialgeschäft purzelten die Gewinne. Das Vorsteuerergebnis gab um 10 Prozent auf 393 Mio. Franken nach. Während die Erträge schwächelten, stiegen die Kosten. Doch mit einer Aufwands-Ertragsquote von 58 Prozent ist die Sparte auch weiterhin hoch lukrativ. Die UBS musste im Filialgeschäft also für jeden Franken Ertrag lediglich 58 Rappen auf den Tisch legen.

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