Bei Goldman Sachs in Frankfurt sinken die Gehälter auf 351.000 Euro pro Kopf

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Um 2 Prozent auf etwa 143 Mio. Euro gingen die Provisionserträge bei Goldman Sachs in Frankfurt zurück. Der Jahresüberschuss kann sich allerdings mit gut 44 Mio. Euro immer noch sehen lassen und liegt nur geringfügig unter dem Vorjahreswert, wie aus dem jetzt vorliegenden Geschäftsbericht der Goldman Sachs Europe SE für 2018 hervorgeht.

Um dies zu erreichen, hat die Bank den Rotstift bei den Boni angesetzt. „Trotz eines Anstiegs der Anzahl der Mitarbeiter ist die Summe der Löhne und Gehälter gesunken, was auf einen Rückgang der Kosten im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen zurückzuführen ist“, heisst im Geschäftsbericht.

Wie die Bezahlung bei Goldman Sachs ausfällt

Tatsächlich haben die durchschnittlich 150 Mitarbeiter 2018 eine Bruttogesamtvergütung von gut 351.000 Euro eingestrichen, 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Allein die Rückstellungen für aktienbasierte Boni verminderten sich von insgesamt 23,1 auf nur noch 12,5 Mio. Euro - oder von knapp 164.000 auf gut 83.000 Euro pro Kopf. 

Unterdessen kletterte die Zahl der Mitarbeiter von 136 Ende 2017 auf 165 ein Jahr später an. Die damit geschaffenen rund 30 Stellen dürften mit dem Brexit zusammenhängen und vor allem auf den Bereich „Federation“ entfallen, wie Goldman Sachs sein Middle und Back Office bezeichnet. Front Office-Stellen in Sales & Trading scheinen zumindest im vergangenen Jahr kaum geschaffen worden zu sein.

Allerdings sind vom Goldman Sachs-Konzern auch noch andere Tochtergesellschaften in Frankfurt vertreten, so dass die aktuelle Gesamtmitarbeiterzahl eher bei 250 liegen dürfte. Im dritten Quartal will Goldman in den neu errichteten Marienturm umziehen, wo Platz für bis zu 700 Mitarbeiter angemietet wurde, denn im Zuge des Brexits will der Konzern seine kontinentaleuropäisches Geschäft in der Frankfurter Goldman Sachs Europe SE bündeln.

Weiter will Goldman Sachs sein Geschäft in Frankfurt ausbauen. So schafft das Unternehmen gerade eine neue „Cross Markets Group“, die sich auf das Geschäft mit Micaps konzentrieren wird. „Zusätzlich planen wir, das Geschäft mit Eigen- und Fremdkapitalemissionen auszubauen“, heisst es im Geschäftsbericht.

„Weiterhin ist geplant, Niederlassungen in Frankreich, Italien, Irland, Niederlande, Polen und Schweden zu eröffnen.“ Offen ist indes, ob dort neue Stellen geschaffen werden oder ob es sich bloss um eine Auslagerung von Mitarbeitern handelt, die bislang rechtlich bei der Londoner Konzerngesellschaft angestellt waren.

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