Die schlimmsten Arbeitsplätze bei Banken im zweiten Halbjahr 2019

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Die schlimmsten Arbeitsplätze bei Banken im zweiten Halbjahr 2019

Photo by Marvin Esteve on Unsplash

Bei einigen Banken dürften noch in den letzten Monaten des Jahres heftige Einschnitte anstehen. Betroffen werden wohl vor allem Banken mit einer überdurchschnittlich hohen Kostenbasis oder mit grossen Ertragseinbussen sein. Um die wahrscheinlichsten Kandidaten für Einschnitte herauszufinden, haben wir die neuen Studien der Analysehäuser Tricumen und Coalition ausgewertet.

Zumindest bei den Grossbanken sind die Ergebnisse von Coalition nicht ganz leicht verständlich. Über alle Geschäftsbereiche hinweg sind die Erträge im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter gefallen und erreichen das niedrigste Niveaus seit 2006. Dazu gehören die Erträge aus dem Geschäft mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen, Aktien und der Investment Banking Division.

Noch schlimmer ist jedoch, dass auch die Erträge über alle Subkategorien hinweg eingebrochen sind. Den grössten Einbruch musste mit einem Minus von 25 Prozent das Geschäft mit Aktienderivaten verkraften. Am besten lief es noch im Rohstoffgeschäft, wo die Erträge lediglich um 1 Prozent nachgaben. Weder das Geschäft mit Aktienderivaten oder Prime Services noch mit Zinsprodukten der zehn grössten Volkswirtschaften scheinen in den restlichen Monaten des Jahres gute Arbeitsplätze abzugeben.

Doch nur wegen eines schlechten Halbjahrs werden nicht alle Banken gleich zum Rotstift greifen. Vielmehr dürften vor allem jene Geschäftsbereiche betroffen sein, deren Erträge schon seit Jahren fallen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Banken diese Geschäftsbereiche in Frage stellen. Nach den Coalition-Daten bestehen die grössten Risiken bei strukturierten Krediten, strukturierten Zinsprodukten und bei Anleiheemissionen.

Auch Tricumen hat die Ertragsentwicklung der Banken im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum untersucht, wie sie im unten stehenden Chart wiedergegeben werden. Demnach befinden sich die Geschäftsbereiche Zinsen, Prime Services und Aktienderivate der Deutschen Bank im Auge des Orkans. Dagegen haben HSBC im Kredithandel und Goldman Sachs im Zinshandel zu kämpfen, während die Royal Bank of Canada und die Société Générale im Geschäft mit Aktienderivaten schwach abschneiden.

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