Fast 4000 Investmentbanker mussten bei der Deutschen Bank bereits gehen

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Fast 4000 Investmentbanker mussten bei der Deutschen Bank bereits gehen

Im Juli hat Deutsche Bank-Chef Christian Sewing den Abbau von 18.000 Stellen bis 2022 angekündigt, wovon etwa die Hälfte allein auf Deutschland entfallen sollen. Nach den heutigen Quartalszahlen scheinen über 3800 Mitarbeiter der Investmentbank nicht länger im Konzern beschäftigt zu sein.

Das Ausmass des bereits erfolgten Kahlschlags wird durch die neue Reporting-Struktur des Konzerns verschleiert. So hat die Deutsche Bank das ehemalige Corporate and Investment Banking in drei neue Einheiten aufgespalten: Corporate Banking, Investment Banking sowie eine neue Capital Release Unit (CRU), in die das Handelsbuch und die Geschäftsbereiche fallen, von denen sich der Konzern trennen möchte.

Was tatsächlich abläuft, lässt sich an den unten stehenden Tabellen ablesen, wonach die Deutsche Bank sowohl im Corporate Banking als auch im Investment Banking neue Front Office-Stellen geschaffen hat. Dies dürften die neueingestellten Uniabsolventen sein, die üblicherweise im dritten Quartal anfangen. Dagegen wollen Sie sicherlich nicht zu den Mitarbeitern der CRU gehören, die sich aus den Reihen des Aktien- und Teilen des Zinshandels rekrutieren.

Nachdem die Deutsche Bank jetzt Corporate und Investment Banking unterscheidet, lässt sich ablesen, wie hoch die Vergütung in den einzelnen Bereichen tatsächlich ausfällt. Am höchsten lag dabei die Bezahlung im Investment Banking mit etwa 91.000 Euro pro Kopf in den ersten neun Monaten 2019 – im Vorjahreszeitraum waren es noch rund 98.000 Euro gewesen. Dagegen mussten sich die Beschäftigten der CRU mit 60.000 Euro begnügen. In der Corporate Bank waren es sogar lediglich 56.000 Euro.

Allerdings hat die Bezahlung im Corporate Banking und der CRU im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Da die Erträge im Investment Banking im dritten Quartal um fast drei Viertel nachgegeben haben und die Eigenkapitalrendite bei gerade einmal 0,2 Prozent lag, bleibt nicht mehr viel für die Boni übrig.

Dabei ist nicht ganz klar, worauf der Rückgang zurückgeht. Zwar macht die Deutsche Bank hierfür die laufende Restrukturierung verantwortlich, doch auch das „Risikomanagement“ (heisst wohl Trading-Verluste) im Fixed Income-Geschäft werden genannt.

 

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