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Personalaufwand steigt trotz Stellenabbaus.

Commerzbank schwächelt im Firmenkundengeschäft und spart bei der IT

Foto: Getty Images

Um ein Drittel auf 448 Mio. Euro konnte die Commerzbank ihr operatives Ergebnis im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Doch in den ersten neun Monaten verdiente die Bank mit 990 Mio. Euro 1,5 Prozent weniger als 2018.

Für den Teilerfolg waren vor allem Kostensenkungen verantwortlich, die in den ersten neun Monaten um 2,5 Prozent auf 5,1 Mrd. Euro sanken. Trotz des laufenden Stellenabbaus kletterte der Personalaufwand indes um 2,9 Prozent auf gut 2,6 Mrd. Euro, was die Bank auf eine Tariferhöhung in gleicher Höhe zurückführt. Das Gros der Sparmaßnahmen ging also auf den Sachaufwand zurück. So hat die Commerzbank trotz der Digitalisierungsstrategie ihre IT-Aufwendungen um 14,5 Prozent auf 390 Mio. Euro zusammengestutzt, wie aus dem Quartalsbericht hervorgeht.

Unterdessen scheint das Institut beim Stellenabbau nur langsam voranzukommen. Im dritten Quartal verminderte sich die Beschäftigung lediglich um 87 Vollzeitstellen. Allerdings starten im dritten Quartal üblicherweise Absolventen und Auszubildende ihre Karriere, was die Zahlen stets zeitweilig anschwellen lässt.

Im Firmenkundengeschäft kommt die Commerzbank jedenfalls nicht voran. Ohne die Sondereffekte fielen die Erträge im dritten Quartal um 1,9 Prozent auf 824 Mio. Euro und das operative Ergebnis knickte um 16,6 Prozent auf 146 Mio. Euro ein. Da half es auch nicht, dass angeblich das Geschäft mit großen Firmenkunden sowie Finanzdienstleistern etwas besser lief.

Besser sieht es im Filialgeschäft aus. Während die Erträge bereinigt um Sondereffekte um 1,4 Prozent auf gut 1,2 Mrd. Euro stiegen, erholte sich das operative Ergebnis von 186 auf 315 Mio. Euro.

Kein Wunder, dass die Commerzbank ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr kassierte. Wunschdenken ist angesichts niedriger Zinsen, Konjunktureintrübung und geopolitischer Unsicherheiten nicht angesagt“, sagte Konzernchef Martin Zielke.

Weiterhin versucht die Commerzbank ihre Erträge durch eine aggressive Kreditvergabe zu steigern. So erhöhte sich das Kreditvolumen im Firmenkundengeschäft allein im vierten Quartal um 1 Mrd. auf 89 Mrd. Euro. Im Filialgeschäft kletterte das Kredit- und Wertpapiervolumen sogar um 4 Mrd. auf 251 Mrd. Euro. Bis 2023 soll diese Summe auf 300 Mrd. Euro steigen. Die Commerzbank hofft, dass sich die Kreditvergabe bei einem Anziehen der Leitzinsen auszahlt.

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AUTORFlorian Hamann Redakteur für Deutschland & die Schweiz

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