Trotz Sparrunde: Gute Gehälter und Boni bei HSBC

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Trotz Sparrunde: Gute Gehälter und Boni bei HSBC

Bis 2022 sollen Kosten in Höhe von 4,5 Milliarden $ eingespart werden und man will sich von behäbigen Mitarbeitern mit hohen Gehältern trennen – doch noch ist davon wenig zu spüren. Letztes Jahr stockte man bei HSBC den Personalbestand in der Abteilung Global Banking and Markets auf, zudem wurden Mitarbeiter in allen Geschäftsbereichen sehr gut bezahlt. Die Zahl der Mitarbeiter in der Abteilung Global Banking and Markets bei HSBC (die auch die Bereiche Sales und Trading, Capital Markets, Securities Services und Trade Finance umfasst) stieg letztes Jahr auf 48.459 an. 2018 waren es 48.400 Mitarbeiter, 2017 noch 45.725 – ein Anstieg um 6 Prozent in zwei Jahren. Gleichzeitig steig die Zahl der Angestellten mit Jahresgehältern von über 1 Mio. € konzernweit von 399 im Jahr 2018 auf 420 im letzten Jahr. 

Das Schaubild unten zeigt, wie die Gehaltsklassen ab 1 Mio. € bei HSBC verteilt sind [falls das Schaubild auf Mobilgeräten nicht ausgespielt wird, verweisen wir wie immer auf die Desktop-Version]. Trotz der Ankündigung, man wolle sich von überbezahlten Minderleistern trennen, bezahlte HSBC deutlich mehr Mitarbeitern Jahresgehälter von 1-1,5 Mio. €. Auch die Zahl derer, die zwischen 3,5 und 4 Mio., zwischen 4,5 und 5 Mio. und zwischen 6 und 7 Mio. € verdienen, stieg an. Dass der Gürtel enger geschnallt wird, trifft offenbar nicht alle.

Der obenstehende Chart bezieht sich auf den Gesamtkonzern – gegenüber den Mitarbeitern der Abteilung Global Banking and Markets zeigt sich HSBC jedoch besonders grosszügig. Aus dem heute erschienenen Vergütungsbericht geht hervor, dass HSBC im vergangenen Jahr in seiner Abteilung Global Banking and Markets 585 „material risk takers“ (MRTs) beschäftigte, die im Durchschnitt 1,2 Mio. $ verdient haben (617.000 $ Gehalt plus 559.000 $ Bonus). Auch 2018 hatten MRTs 1,2 Mio. $ verdient, die Gehälter sind also gleichgeblieben. Bei MRTs handelt es sich üblicherweise um langjährige Banker, Händler, sowie „control staff“ und Manager. Zum Vergleich: Goldman Sachs und Morgan Stanley bezahlten ihren MRTs in London 2018 1,5 Mio. $; Barclays vergütete seine Investmentbanker und Händler mit 1,3 Mio. $. HSBC bezahlt also nur unbedeuted weniger.

An manchen Stellen war der Spardruck bei HSBC 2019 bereits zu spüren. So trennte man sich von 3.433 externen Mitarbeitern und senkte deren Zahl um 32 Prozent. Auch auf neueingestellte Mitarbeiter in der Abteilung Global Banking and Markets schlug sich der Kostendruck nieder: 2018 waren diesen noch grosszügige Boni garantiert worden, 2019 wurde nur neun Neu-Mitarbeitern ein Bonus garantiert – ein Jahr zuvor waren es noch 22 gewesen. Wer allerdings einen Bonus zugestanden bekam, erhielt durchschnittlich 2,2 Millionen – doppelt so viel wie im Jahr zuvor.

Die in Paris ansässigen HSCB-Trader werden im heute veröffentlichte Kostensenkungsplan nicht erwähnt. Die Bank hatte allerdings angekündigt, die Bereiche Sales und Research im europäischen Aktienhandel zurückfahren und sich aus dem Zinshandel zurückziehen zu wollen. Für die Mitarbeiter am Standort Düsseldorf könnte dies möglicherweise keine gute Nachricht sein.

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