Wie man die CFA-Prüfungen schafft ohne Kinder und Ehe aufs Spiel zu setzen

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Wie man die CFA-Prüfungen schafft ohne Kinder und Ehe aufs Spiel zu setzen

Wer gerade dabei ist, sich auf die CFA®-Prüfung im Juni vorzubereiten, dürfte schon jetzt erschöpft sein. Durchhalten! Es ist machbar – und es ist tatsächlich möglich, zu bestehen, ohne auf dem Weg dahin seinen gesamten Freundeskreis zu verprellen und mit dem Rauchen anzufangen.

Ich selbst habe vor zwei Jahren den CFA Level III bestanden. Ich habe für jedes Level ein Jahr lang gebraucht (ich habe 2013 angefangen). Gleichzeitig habe ich nicht nur in Vollzeit gearbeitet, sondern bin auch zweimal Vater geworden. Es war eine extrem anstrengende Zeit, aber es hat sich gelohnt.

Wer Familie hat und trotzdem die CFA-Prüfungen machen will, braucht drei Dinge: Motivation, Vorbereitung und Ausgeglichenheit.

Die Geburt meines Sohnes Anfang 2013 hat mir den Anstoss gegeben, mich für die Level I-Prüfung im Dezember desselben Jahres anzumelden. Meiner jungen Familie sollte es an nichts fehlen – und genau das hat mir den Ansporn gegeben, auch wenn es schwer war. Das gleiche Gefühl stellte sich bei mir ein, als im Januar 2016 mein zweiter Sohn zur Welt kam.

Die CFA-Prüfungen schafft man nicht ohne Vorbereitung. Die berühmt-berüchtigten 300 Stunden Vorbereitung pro Level müssen einkalkuliert werden – wer hofft, mit weniger auszukommen, wird durchfallen. Für das CFA Level I habe ich im Februar mit dem Lernen angefangen – die Prüfung war im Dezember. Und trotzdem war es schwer, die Prüfungsvorbereitung mit meiner Rolle als Vater zu vereinbaren. Hinzu kam, dass ich damals ausserdem auch noch für einen Marathon trainiert habe. Dass ich so wenig Zeit hatte, führte oft zu Streit mit meiner Frau.

Um die drei CFA-Prüfungen zu bestehen, braucht es ein genaues Zeitmanagement – vor allem, wenn man Familie hat: Man will nicht unnötig viel Zeit aufwenden und gleichzeitig nicht zu unvorbereitet sein. Es ist sinnlos, nur 200 Stunden zu lernen, dann durchzufallen und das Ganze noch mal machen zu müssen.

Als ich im Januar 2014 mitgeteilt bekam, dass ich das CFA Level I bestanden hatte, entschied ich mich bewusst dagegen, die Level-II-Prüfung direkt im Juni zu machen. Der Zeitpunkt war zu früh – ich beschloss, erst einmal wieder Zeit mit meiner Frau und meinem Sohn zu verbringen. Wir waren zehn Tage im Urlaub und hatten wieder mehr gemeinsame Zeit. Nach sechs Monaten meldete ich mich für die Prüfungen im Juni 2015 an. Im August 2014 begann ich mit dem Lernen.

Auch dieses Mal war es erdrückend. Nachdem ich ein paar Monate lang nicht lernen musste, hatte sich meine Frau daran gewöhnt, dass ich da war und im Haushalt mithalf. Es war schwer, meine Zeit einzuteilen. Und dennoch hatte ich im April 2015 den Stoff durchgearbeitet. Zum Lernen ging ich nach der Arbeit in eine Bibliothek und übte ausserdem mit Online-Probeklausuren – ich ging sie wieder und wieder durch, bis ich in wirklich allen Gebieten die volle Punktzahl erreichte.

Ich bestand das Level II und beschloss, nun auch Level III anzugehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Frau allerdings die Nase voll. Sie bezeichnete mich als „Ehemann und Vater in Teilzeit“. Ich versicherte ihr, dass ich nur noch dieses eine Jahr mit Lernen verbringen würde und dass sie nie wieder etwas ähnliches mitmachen müsse. Meine Level III-Prüfungen waren im Juni 2016. Im Januar 2016 bekamen wir unser zweites Kind. Zeitgleich trat ich eine neue Stelle an, zu der ich jeden Tag drei Stunden lang pendeln musste. Ich musste die Zugfahrten zum Lernen nutzen – mich dort zu konzentrieren, fiel mir schwer. Ich musste nachts lernen und dafür Schlaf opfern. Ganz generell musste ich extrem viel Disziplin walten lassen. Um sicherzustellen, dass ich beim Lernen am Ball blieb, legte ich mir einen sehr strengen Zeitplan auf.

Nach zehn Monaten Lernen habe ich das CFA Level III bestanden. Meine Familie unterstützte mich und im Ergebnis sind wir dadurch stärker geworden. Noch nie zuvor habe ich mich so leistungsfähig gefühlt. Es ist machbar – ich habe es geschafft!

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