Aussicht auf grosse Boni: UBS versucht Banker zu halten

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Aussicht auf große Boni: UBS versucht Banker zu halten

Dass eine Bank grössere Beträge in die Hand nimmt, um geschätzte Mitarbeiter davon abzuhalten, ihren Hut zu nehmen, haben wir schon lang nicht mehr erlebt. Das letzte Mal dürfte 2017 bei der Deutschen Bank gewesen sein, als man den wertvollsten Mitarbeitern Optionen für das Jahr 2021 gewährte, solange der Kurs der DB-Aktie in den ersten drei Handelswochen des Jahres 23 Euro erreichte. Damals lag der Kurs der Deutschen Aktie bei fast 19 € - das Ganze schein also nicht ungeheuerlich. Jetzt, da der Kurs der Deutschen Aktie unter 8 € liegt, wirkt diese Zielmarke natürlich reichlich absurd.

Bei der UBS versucht man hetzt etwas Ähnliches. Nachdem das Unternehmen in Australien einige seiner besten Leute an Barrenjoey Capital verlor (eine Bank, deren Namen ein wenig an eine Kinderfernsehsendung erinnert), hat die Schweizer Bank Berichten zufolge beschlossen, die verbleibenden Mitarbeiter mit hohen Boni zum Bleiben zu bewegen. Voraussetzung ist allerdings, dem Unternehmen mindestens bis März 2021 die Treue zu halten.

Die vorzeitigen Bonusankündigungen sind Berichten zufolge vom UBS-Hauptsitz in Zürich freigegeben worden – für UBS-Banker an anderen Standorten gelten sie nicht. Die australische UBS-Niederlassung scheint in noch nie dagewesenem Ausmass ausgebeint zu werden: Die Bank Barrenjoey, die im nächsten Jahr an den Markt gehen wollen, wird von drei ehemaligen UBS-Führungskräften geleitet und buhlt um die besten Aktien- und Investment-Banking-Experten der UBS.

Die jetzt angekündigten und im März auszuzahlenden Retentionsboni sollen eine "materielle" Erhöhung gegenüber den im letzten Jahr bei UBS angekündigten Boni beinhalten. Nichtsdestotrotz könnte sich UBS wünschen, sie hätte sie 2017 ein wenig mehr wie die Deutsche Bank strukturiert, zumindest was die Langfristigkeit der Auszahlung betrifft: Einige der Empfänger sollen nun bis März 2021 durchhalten und danach nach Barrenjoey gehen.

Die Bleibe-Prämien, die jetzt angekündigt wurden und im März fliessen sollen, fallen dem Vernehmen nach höher aus als die letztjährigen Boni der UBS. Und dennoch könnte es sein, dass die UBS am Ende mit dem Modell „Deutsche Bank 2017“ besser gefahren wäre: Einige der dortigen Mitarbeiter haben anscheinend beschlossen, bis 2021 auszuharren – und dann zu Barrenjoey zu wechseln.

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