Lebenslauf: Morgan Stanley-VP gibt Bankenbewerbern Tipps

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Lebenslauf: Morgan Stanley-VP gibt Bankenbewerbern Tipps

Für alle, die bald mit dem Studium fertig sind, sich für Stellen im Investmentbanking bewerben und hier nicht weiterkommen, gibt es jetzt konkrete Handlungsempfehlungen – und zwar von Mark Ross, Desk Strat auf dem Vice President-Level bei Morgan Stanley in New York.

Ross, der parallel zu seinem Job eine Karriereberatung für Hochschulabsolventen betreibt, sagte auf einem LinkedIn-Webinar, dass sich Tausende von Leuten auf Banking-Jobs bewerben und dass die Personalverantwortlichen der Banken mit der Bearbeitung kaum hinterherkämen.

Das Gros der Bewerbungen, so Ross, laufe darum ins Leere – für Studierende, die Dutzende oder sogar Hunderte von Lebensläufen verschicken und keine Ahnung haben, was sie falsch machen, kann das sehr belastend sein.

Dabei ist es laut Ross glücklicherweise relativ einfach, mit dem Lebenslauf aus der Masse hervorzustechen: Man muss sich dazu lediglich in die Lage der Personalverantwortlichen hinein versetzen.

Recruiter wühlen sich durch stapelweise Lebensläufe, auf denen sich die immer gleichen Arbeitserfahrungen (sei es kellnern oder ein schräges Praktikum) und ähnliche akademische Leistungen finden. Wonach sie eigentlich die Auge aufhalten, so Ross, seien Dinge, die ihnen zeigen, ob die Bewerber zeitnah eine „Last oder eine Hilfe“ sind. Und was sie wirklich wollen, sind Leute, die „dem Team direkt einen Mehrwert bringen“.

Aus diesem Grund rät er, am Anfang des Lebenslaufs in wenigen Sätze zusammenzufassen, was man bisher gemacht hat und so zu zeigen, dass man die gesuchten Fähigkeiten bereits mitbringt.

Das klingt einfacher als es ist. Erstens bedeutet es, dass man den Lebenslauf für jede Stelle, auf die man sich bewirbt, anpassen muss. „Auch für ein Praktikum oder eine Einstiegsposition ist es wichtig, dass man sehr gezielt und spezifisch wiedergeben kann, worum es bei der Aufgabe geht“, sagt Ross. Zweitens geht es darum, die gesuchten Fähigkeiten durch tatsächliche Arbeitserfahrungen belegen zu können.

Wenn man sich bei einer Investmentbank für eine Stelle im Bereich Valuations bewirbt, sollte man, so Ross, beispielsweise zu Beginn schreiben, dass man für die Entwicklung einer Risk-Engine bereits mit Python zu tun hatte (vorausgesetzt natürlich, dass das tatsächlich so war). Wenn ein Recruiter das sieht, wird der CV „sofort herausgepickt“, meint Ross.

Solche Skills über dem eigentlichen CV anzugeben, macht den Unterschied. Allerdings gilt es, diese Skills sorgfältig auszuwählen: Wer sich für einen Job im Bereich Unternehmensfinanzierung bewirbt, wird mit Python-Projekten kaum punkten können – hier sollte man vielleicht eher wissen, wie man einen DCF ermittelt (Python kann man dann etwas weiter unten durchaus erwähnen, denn Banken erwarten von Junior-Bankern zunehmend auch Programmierkenntnisse).

Für Studierende bedeutet das im Endeffekt noch mehr Arbeit: Neben Uni und Stellensuche sollte man ein paar interessante Projekte auftun, mit denen man zeigen kann, was man kann und die relevant sind für das, was man nach dem Studium machen will. Das, so Ross, sei natürlich aufwändig – aber, so ist er überzeugt: Es funktioniert.

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