Die grössten No-Gos im Umgang mit Finanzwelt-Recruitern

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Die größten No-Gos im Umgang mit Finanzwelt-Recruitern

In Artikeln über die Zusammenarbeit mit Headhuntern in der Finanzbranche geht es meistens darum, wie Bewerberinnen oder Bewerber den Kontakt zu Recruitern bestmöglich für sich nutzen können. Doch was, wenn man das umdreht? Was würden Sie tun, damit ein bestimmter Recruiter sich nie wieder bei Ihnen meldet? Was würden Sie machen, wenn Sie auf der Liste der Kandidaten landen wollen, mit denen sich Recruiter und Headhunter nicht mehr als zwei Sekunden beschäftigen?

Es gibt einiges, was man tun kann, damit man in diese Kategorie fällt. Je nachdem, wie Sie zu einem bestimmten Recruiter stehen, können Sie ihn entweder warmhalten oder auflaufen lassen.

Vorweg: Machen Sie sich klar, dass Recruiter nichts so sehr hassen, wie wenn man sie ungeschickt oder unorganisiert erscheinen lässt. Am allerschlimmsten ist es, wenn sie in den Augen ihrer Klienten als unprofessionelle Lügner dastehen. Wer in dieser Richtung aktiv wird, wird es sich daher nachhaltig verscherzen.

Das sind die No-Gos:

- Ein bereits terminiertes Vorstellungsgespräch mit einem wichtigen Klienten des Recruiters immer wieder zu verschieben oder gar nicht erst zu erscheinen

- Beim Vorstellungsgespräch wenig bis gar kein Interesse an der Stelle zeigen und durchscheinen zu lassen, dass man vom Recruiter quasi überredet wurde, zu kommen.

- Im Vorstellungsgespräch etwas völlig anderes zu erzählen als das, was Sie dem Recruiter/Headhunter in Ihrem ersten Anruf oder Treffen gesagt haben und dadurch die Eindruck erwecken, dass die über Sie weitergegebenen Infos nicht gestimmt haben.

- Lügen oder falsche Angaben im Lebenslauf machen, die später im Prozess aufgedeckt werden können, etwa im Rahmen von Background-Checks. Wenn falsche Informationen erst spät im Prozess aufgedeckt werden, kann dies leicht dazu führen, dass ein Angebot zurückgezogen wird, der Headhunter sein Honorar verliert und alle Beteiligten in die Röhre gucken.

- Sich beim Kunden bzw. potenziellen Arbeitgeber über den Headhunter zu beschweren.

Auch wenn Sie diese No-Gos vermeiden, gibt es immer noch genügend Wege, Headhunter zu vergrätzen, etwa indem Sie „hard to get“ spielen, unhöflich, aggressiv oder arrogant auftreten. Ebenso vergrätzen können Sie Headhunter, wenn Sie sie mit unaufgeforderten Anrufen, E-Mails und Nachrichten bombardieren, die in ihrer Intensität fast schon an Stalking grenzen.

Es gibt auch die bekannte Taktik, mit mehreren Recruitern gleichzeitig Gespräche zu führen und zu versuchen, einen gegen den anderen oder sogar gegen den Kunden auszuspielen. Das passiert zum Beispiel, wenn man Recruiter, die einen irgendwo ins Spiel gebracht haben, im Nachhinein aus dem Prozess herauszuhalten versucht, obwohl diese Sie im Unternehmen eingeführt haben.

Wenn Ihnen keine der oben genannten Strategien zusagt, können Sie immer noch zum Rundumschlag ausholen. Heisst: Sie vermitteln bei allen Beteiligten den Eindruck, dass Sie die Stelle wollen, das Unternehmen toll finden. Dann warten Sie, bis der Vertrag aufgesetzt und vom zuständigen Vorgesetzten unterschrieben wird, gehen dann fünf Tage lang auf Tauchstation, melden sich dann zurück und sagen, dass Sie sich für ein anderes Angebot mit besserem Gehalt entschieden haben. Haken dran!

Ob man das wirklich tun sollte? Besser nicht – da sollte man dann schon den eigenen Brand nicht beschädigen. Was auch immer Sie von Recruitern halten: Man weiss nie, wann man vielleicht mal einen (oder mehrere) brauchen könnte. Denn auch hier gilt: Die Welt ist klein.

Dan Whitehead ist Gründer von City Career LAB (a career coaching company) und hat über 20 Jahre Erfahrung im Recruitment und der Nachwuchsgewinnung im Finanzsektor.

 

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