Umfrage zu Banking-Gehältern: Unterhalb der VP-Ebene wird bei Goldman Sachs schlecht bezahlt

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Umfrage zu Banking-Gehältern: Unterhalb der VP-Ebene wird bei Goldman Sachs schlecht bezahlt

Eine neue Umfrage zu Gehältern und Boni bei Investmentbankern in London auf dem Analysten-, Associate- und Vice-President-Level zeigt auf, dass die Vergütung bei Goldman Sachs häufig schlechter ist als bei Wettbewerbern – zumindest bis man zum VP aufsteigt.

Die Studie, die vom Personalspezialisten Dartmouth Partners zu Beginn des Jahres durchgeführt wurde, legt nahe, dass Goldman Sachs auf allen Ebenen leicht unterdurchschnittlich bezahlt. Bei Stellen oberhalb des VP-Levels liegt die Vergütung dann über dem Branchendurchschnitt.

Goldman Sachs wollte sich zur Vergütung auf den Einstiegs-Ebenen nicht äussern. Insider munkeln jedoch, dass die von Dartmouth vorgelegten Zahlen substanziell niedriger sind als in Wirklichkeit, und dass die Vergütung bei Goldman Sachs gleichauf mit dem Branchendurchschnitt oder sogar darüber liegt.

Kurz vor Veröffentlichung der Umfrage hatten Angestellte bei Goldman Sachs die hohe Arbeitsbelastung beklagt, gleichzeitig konkurrieren Banken darum, junge Banker bei Laune zu halten: Bei Credit Suisse, Bank of America, Moelis & Co. und anderen versucht man dies etwa durch die Zusage, die Arbeitszeiten zu verkürzen oder durch Sonderzahlungen (häufig in Form von „Pandemie-Boni“).

Die Boni für Junior-Banker werden bei Goldman Sachs erst im Sommer ausgeschüttet, es wäre also noch Zeit, diese dieses Jahr substanziell aufzustocken. Im ersten Quartal des laufenden Jahres wurde bei Goldman Sachs bankenweit die höchste Pro-Kopf-Vergütung seit mindestens zehn Jahren verzeichnet.

Die Dartmouth-Zahlen legen nahe, dass Goldman Sachs eher schlecht bezahlt, zeigen aber beispielsweise auch, dass die Gehälter bei Bank of America konsistent zu den höchsten gehören: Die Vergütung dort liegt auf allen Ebenen, vom Analysten bis zum Vice President, zwischen 5 und 10 Prozent über dem Branchendurchschnitt. Anfang des Monats hatte Bank of America die Gehälter für Analysten und Associates in den USA um 10.000 $ erhöht, VP-Gehälter sogar um 25.000 $. Dies scheint sich in den Dartmouth-Zahlen allerdings nicht niederzuschlagen. Auch die Bonus-Aufstockungen bei Credit Suisse wurden nicht berücksichtigt.

 

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