Immer höher, immer weiter? Im Private Equity wird teilweise weniger bezahlt als vor einigen Jahren

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Immer höher, immer weiter? Im Private Equity wird teilweise weniger bezahlt als vor einigen Jahren

Wer davon ausgeht, dass die Gehälter im Private Equity stetig nach oben gehen, sollte genauer hinschauen. Denn: Auf einigen Karrierestufen sind die Gehälter in den letzten Jahren sogar schmaler geworden. Der Branchendienst Preqin skizziert in seinen Berichten regelmässig die Beschäftigungs- und Vergütungsstruktur im Private Equity rund um den Globus. In den Reports finden sich detaillierte Angaben zu den einzelnen Gehaltsbändern, und zwar geografisch und funktional unterteilt. Bei den Karrierestufen wird an die branchen-üblichen Rollen angeknüpft, die zum Teil unterschiedlich bezeichnet werden.

Übersicht Karrierestufen

  • Chief Executive Officer/Board(s) Chairman/Managing General Partner Advanced:

rund 20 Jahre Erfahrung

  • Managing Director/Partner/Senior/MD/EVP:

12-15 Jahre Erfahrung, berichtet an den CEO+ CEO

  • Director/Principal/SVP:

8-12 Jahre Erfahrung, berichtet an den Managing Director/Partner

  • Vice President:

4-10 Jahre Erfahrung, berichtet an den Director/Principal oder Managing Director/Partner

  • Senior Associate/AVP:

3-6 Jahre Erfahrung, berichtet an den Director/Principal oder VP

  • Associate/Associate 1-3 (je nach Berufsjahr):

2-4 Jahre Erfahrung, berichtet an alle über ihm stehenden Ebenen

  • Analyst/Analyst 1-3 (je nach Berufsjahr)/Senior Analyst:

0-2 Jahre Erfahrung, berichtet an alle über ihm stehenden Ebenen

Durchschnittliche Private Equity-Vergütung in Europa

Wer im Private Equity in Europa arbeitet, konnte sich in den letzten Jahren über stetige Vergütungssteigerungen freuen. Doch es gab auch Ausnahmen: Bei Analysten sind sowohl die Grundgehälter als auch die durchschnittliche Gesamtvergütung zurückgegangen. Auch bei den  Managing Directors ging die Vergütung zurück: CEOs mussten sich 2020 im Durchschnitt mit weniger Grundgehalt zufrieden geben als noch 2017, ihre Gesamtvergütung allerdings legte um 17 Prozent zu.

You win some, you loose some – das scheint für die Vergütung im Private Equity in den USA zu gelten. Ob es nach oben oder unten ging, war für die einzelnen Karrierestufen sehr unterschiedlich: Auf dem Associate-Level ist ein kleines Plus (rund 3 Prozent) zu verzeichnen und auch bei den Directors legte die Vergütung leicht zu. Managing Directors bekamen etwas mehr Grundgehalt, blieben allerdings bei der Gesamtvergütung unverändert. Auf dem Einsteiger-Level ist die Gesamtvergütung – ähnlich wie in Europa – leicht geschrumpft. Auch Senior Associates haben 2020 im Durchschnitt etwas weniger verdient als 2017. Bei den CEOs ging die Gesamtvergütung um rund 13 Prozent nach oben: CEOs in den USA gehen im Jahr mit rund 700.000 Dollar mehr nach Hause als ihre Kollegen in Europa und verdienen mehr als doppelt soviel wie CEOs in Asien.

Durchschnittliche Private Equity-Vergütung im asiatisch-pazifischen Raum

Im asiatisch-pazifischen Raum wird im Private Equity generell weniger bezahlt als in Europa oder den USA. Wenig verwunderlich, dass hier in den letzten Jahren ein gewisses Aufholen stattgefunden hat: Auf den unteren Karrierestufen sind quer durch die Bank Zuwächse zu verzeichnen – besonders deutlich fallen diese bei den Associates aus. Auf den oberen Rängen zeigen sich hingegen zum Teil enorme Rückgänge, die sich aber ausschliesslich auf die Gesamtvergütung beziehen. Die Grundgehälter sind in Asien quer durch die Bank gestiegen.

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Photo by Rene Asmussen from Pexels

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