Ein Banker, der früher Punk war, erklärt seinen Karriereweg

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Ein Banker, der früher Punk war, erklärt seinen Karriereweg

In einem Mengen-Diagramm zur Vergangenheit von Bankern gibt es immer einen bedeutenden Anteil von Leuten, die Mitglied in einer Finance-Society waren und eigene kleine Portfolios hatten. Es scheint aber auch einen nicht ganz unbedeutenden Anteil an Leuten mit grüngefärbten Haaren und Nasenpiercings zu geben.

Guy Hands, CEO des Private-Equity-Fonds Terra Firma, bekennt, früher Punk bzw. Fan von Punkmusik gewesen zu sein. Gleiches gilt für den Ex-Lazard-Banker Matthieu Pigasse. Und für Richard Bowser, früher Financial Institutions Group (FIG) MD bei der Lloyds Bank und Ex-Head des FIG Banking EMEA bei Sumitomo. Nun kehrt Bowser zu diesen Wurzeln zurück.

Bowser hat 1999 an der University of Manchester seinen Abschluss in Financial Services gemacht – in der Welt der Finanzen scheint er jedoch nicht immer zuhause gewesen zu sein. Laut seinem LinkedIn-Profil war er in den 1980er-Jahren Punk: Er kleidete sich wie ein Punk und spielte in Punk-Bands. Zehn Jahre lang arbeitete er bei Ace Records, einem Label, das Rock, Soul, Funk, Blues, Jazz, R&B, Garage Rock und Punkmusik neu herausbringt.

Wie bei vielen anderen auch, war der Grund für Bowsers Wechsel in die Finanzbranche der Wunsch, Geld zu verdienen. Er sagt, dass das Thema Finanzen ihn „schon immer interessiert“ habe. Zwar sei Musik seine „grosse Leidenschaft“, ihm sei aber klar geworden, dass er im Musikbusiness nicht genug verdienen konnte, „um eine künftige Familie ernähren zu können“.

Zwei Jahrzehnte später scheinen Bowsers Kinder aus dem Haus zu sein und er scheint im Banking genug verdient zu haben – obwohl er bei Lloyds und Sumitomo war – um sich jetzt wieder der Musik zu widmen. Bowser hat diesen Monat bei Lloyds seinen Hut genommen und arbeitet wieder als freischaffender Musiker.

„Richard wusste, dass er im Grunde seines Herzens Visionär und Künstler war“, ist auf Bowsers LinkedIn-Profil zu lesen, auf dem er in dritter Person über sich schreibt. „Jetzt will er alles daran setzen, seine Leidenschaft für Musik in die Welt zu tragen und so seinen langjährigen Wunsch zu erfüllen und seine lebenslange Bestimmung auszuleben.“

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