Goldman-Sachs-Partner: Eine „9-to-5-Mentalität“ führt nicht zum Erfolg

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Goldman-Sachs-Partner: Eine „9-to-5-Mentalität“ führt nicht zum Erfolg

Brian Robinson hat es weit gebracht – und dafür auch hart geschuftet. Der Head of U.S. Prime Brokerage Sales bei Goldman Sachs, ist im November 2020 Partner geworden. Seitdem gibt er Tipps rund um den „grit and grind“  (also den Mut und die Arbeit), die es zum Aufstieg braucht – vor allem, wenn man aus kleinen Verhältnissen und aus einer Familie stammt, die einen beim Studium nicht finanziell unterstützen kann.

Letzten Freitag hielt Robinson eine Rede bei einer Bachelor-Abschlussfeier an seiner eigenen Alma Mater, der Radford University – und er sagte, dass seine Familie ihm recht deutlich gemacht habe, dass man viel vom ihm erwarte. Sein Vater habe gesagt: „Brian, ich habe mein ganzes Leben lang von meiner Hände Arbeit gelebt und damit das bei dir anders wird, verfrachtest du deinen Hintern gefälligst an die Universität“, so Robinson.

Seine Mutter konnte ihn mit 4.000 Dollar im Jahr unterstützen, aber Robinson berichtet, dass er in den Ferien dennoch drei Jobs parallel machen musste. Einer davon war in der Buchhaltung (an das Vorstellungsgespräch war er durch Unterstützung eines Kommilitonen herangekommen). In seinem zweiten Job legte er Hemden zusammen, in seinem dritten Job packte er Lebensmittel ein. „Drei Jobs, 24 Stunden am Tag, mehrere Jahre am Stück. Das war ein echtes Opfer.“

Robinson hat 1993 seinen Abschluss an der Uni Radford gemacht. Sein erster Job war im Aktienverkauf bei Citi, wo er neun Jahre lang blieb und zum Managing Director und Head of Emerging Market Sales aufstieg. Dann folgte ein Wechsel zu Renaissance Capital, wo er als CEO für die USA und als Head of Sales tätig war. Drei Jahre später ging er zu Goldman Sachs, in den Bereich Emerging Market Equity Sales. Er war sechs Jahre lang Co-Head des EMEA-Aktienvertriebs bei Goldman Sachs und übernahm dann die Führung des Prime Broking Sales in den USA.

Wenn man weiterkommen wolle, müsse man über die üblichen Arbeitszeiten hinaus arbeiten, so Robinson. „Eine 9-to-5-Mentalität wird Sie nicht zum Erfolg führen“, erklärte er. „Ich musste mehr machen und ich war auch bereit, mehr zu machen. Ich habe mich jeden Sommer mit drei Jobs durchgeschlagen, damit ich mein Studium finanzieren konnte.“

Während seiner Zeit bei Goldman Sachs in London absolvierte Robinson einen Aufbaukurs im Bereich Unternehmensfinanzierung an der London Business School. „Um die eigenen Ambitionen zu übertreffen, muss man bereit sein, auf die richtige ‚Night School‘ zu gehen“, sagt er. „Denn wenn man aufsteigt und alles gibt, dann erwartet einen die Fahrt auf dem fliegenden Teppich.“

Es geht allerdings nicht nur darum, sich abzurackern. Robinson, der einst berichtete, dass er die japanische Kunst des Shinrin Yoku (Wertschätzung der Natur) praktiziere, sagt, dass er auch die Meditation für sich entdeckt habe. „Das Meditieren hat mir geholfen. Es hat mir geholfen, mich in Selbstachtung zu üben. Lernen Sie, sich selbst und andere zu lieben, und seien Sie sich darüber im Klaren, dass das am Anfang vielleicht nicht erwidert wird“, gab er den Uni-Abgängern mit auf den Weg.

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