Banken dürften in den nächsten zehn Tagen enorme Boni ankündigen

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Banken dürften in den nächsten zehn Tagen enorme Boni ankündigen

In den gesicherten Messaging-Diensten steigt die Spannung. Abseits des Trading Floors sind die meisten im Banking aufgrund von Omikron aktuell wieder im Home Office und dennoch gibt es grosse Vorfreude auf die anstehenden Bonus-Announcements für 2021.

Die meisten Banken geben die Boni für das Vorjahr zeitgleich mit der Veröffentlichung der Jahresergebnisse bekannt – entweder am selben Tag oder zeitnah dazu. Das bedeutet: J.P. Morgan am 14. Januar, Goldman Sachs am 18. Januar, und Morgan Stanley und Bank of America am 19. Januar.

In wenigen Wochen wird also bei den US-Investmentbanken Klarheit herrschen. Europäische Banken veröffentlichen ihre Berichte – und auch die Boni – erst später, die meisten (mit Ausnahme der UBS) kommunizieren ihre Zahlen im Februar.

Die US-Banken dürften sich allerdings wie immer am freigiebigsten zeigen – und dort ist die Bonusleidenschaft am offensichtlichsten. „Unsere Einnahmen sind um 60 bis 80 Prozent gestiegen und darum gehen die meisten von einem Bonus-Plus von 30 bis 40 Prozent aus“, sagt ein Executive Director bei J.P. Morgan. Zuvor war in Artikeln bei Bloomberg und in der Financial Times zu lesen gewesen, dass die Boni bei Goldman Sachs und J.P. Morgan um 40 bis 50 Prozent höher als 2020 ausfallen könnten.

Und doch: Wie die untenstehenden Tabellen zeigen, gibt es sogar bei den grossen US-Banken je nach Region erheblichen Spielraum, was das Bonusplus angeht. Bei J.P. Morgan sind die Investmentbanking-Fees überall stabil um 40 Prozent gestiegen, Goldman Sachs in Asien hingegen ist mit einem Plus von nur 12 Prozent hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die grössten regionalen Unterschiede gibt es bei Citi, wo die Investmentbanking-Fees laut Dealogic in den USA nur um 15 Prozent zulegten, in APAC ex-Japan dagegen um 76 Prozent.

Während manche Banker der anstehenden Bonusrunde zuversichtlich entgegensehen, sind andere weniger sicher. Ein führender Banker von J.P. Morgan berichtete uns, dass es bisher nur Vorgespräche mit dem Management gegeben hätte und die Zahlen bald „Gestalt annehmen“ sollten.

Die eigentliche Unsicherheit herrscht im Bereich Sales and Trading – hier war es 2021 gut gelaufen, allerdings nicht überall. Ein führender Aktienhändler bei Goldman Sachs in New York sagt, dass die bereitgestellten Bonuspools Gerüchten zufolge „ein Witz“ seien und dass die meisten wohl kaum mehr als letztes Jahr bekommen werden. „Einzelne Trader werden 50 Prozent mehr kriegen, aber den meisten von uns werden zu hören kriegen, dass die goldenen Jahre im Sales and Trading vorbei sind und wir dankbar sein sollten, wenn wir 10 Prozent mehr bekommen“, munkelt er.

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