Deutsche Bankenlandschaft: Wo sich der Einstieg lohnt

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Deutsche Bankenlandschaft: Wo sich der Einstieg lohnt

Das Finanzjahr 2021 ist vorbei – Zeit, Bilanz zu ziehen: Bei welchen Banken in Deutschland ist es 2021 wie gelaufen? Wie haben sich die einzelnen Geschäftszweige entwickelt und wie wirkt sich das auf die brancheninterne Hackordnung aus? Der britische Datenanbieter Dealogic hat neue Rankings veröffentlicht, aus denen sich spannende Schlüsse ziehen lassen.

Investmentbanking: Deutsche Bank ist zurück

Learning Nummer 1: Die Deutsche Bank ist zurück. Kein anderes Haus in Deutschland hat im letzten Jahr im Investmentbanking mehr verdient. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit J.P. Morgan, das 2020 noch zugunsten der Amerikaner ausgegangen war, hat die Deutsche Bank 2021 gewonnen – und zwar mit einem Umsatzvorsprung von 28 Mio. Euro.

Die Dealogic-Daten zeigen einen Vergleich der zehn umsatzstärksten Banken und gerade bei den Zahlen fürs Investmentbanking allgemein lassen sich drei klare Cluster erkennen: An der Spitze die Deutsche Bank, mit etwas Abstand (Plätze 2 bis 6) die US-Banken. Auf den Plätzen 7 bis 10 folgen die weiteren europäischen Häuser (angeführt von BNP Paribas), die allerdings nur halb so viel Umsatz wie die US-Konkurrenz aufweisen konnten und alle einen Anteil von rund 3 Prozent haben. Interessant: 2020 hatte sich diese klare Clusterung noch nicht herausgebildet – damals hatte Citi etwa noch ausserhalb der Top 10 gelegen (Platz 11).

DCM: Deutsche Bank triumphiert

Dealogic analysiert nicht nur das deutsche Investmentbanking-Geschäft allgemein, sondern hat dieses auch nach einzelnen Geschäftszweigen ausgewertet, unter anderem nach Umsätzen in DCM, ECM und M&A. Der Blick auf die DCM-Zahlen zeigt, dass sich der gute Lauf der Deutschen Bank vor allem hieraus speist: Von den 3,7 Mrd. Euro Umsatz, die die besten zehn Banken 2021 hier erwirtschaftet haben, gehen 14,5 Prozent an die Deutsche Bank. Die restlichen neun landen weit abgeschlagen – auf das Konto des Zweitplatzierten (J.P. Morgan) gingen gerade einmal 5,9 Prozent aller Umsätze. Die weiteren Häuser reihen sich dicht dahinter, im Vergleich zum Vorjahr gab es kaum nennenswerte Veränderungen. Mit der Commerzbank auf Platz 5 ist hier immerhin noch ein weiteres deutsches Haus vertreten.

 

ECM: Mittelfeld neu gemischt

Bei den ECM-Umsätzen wurden 2021 die Karten neu gemischt – zumindest im Mittelfeld des Rankings. Die Top 3 machen die US-Banken J.P. Morgan, Morgan Stanley und Bank of America genau wie im Vorjahr unter sich aus. Rund 25 Mio. Euro weniger als der Drittplatzierte konnte Citi erlösen, die sich damit aber von Platz 10 (2020) auf Platz 4 verbessern konnten. Genau wie Citi war auch die Deutsche Bank im Vorjahr nicht Teil der Top.10, ist jetzt aber mit einem Umsatz von 55,2 Mio. $ auf Platz 6. Die deutsche Investmentbank Berenberg folgt auf Platz 7.

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