Die kläglichen Gehälter bei McKinsey & Co. und den Big Four

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Die kläglichen Gehälter bei McKinsey & Co. und den Big Four

Früher galt: Wer mit seiner Banking-Karriere durch war, konnte zu den drei grossen Unternehmensberatungen oder zu den Big Four wechseln. Das geht noch immer, aber infolge der Gehaltserhöhungen bei den Banken, bedeutet ein Wechsel einen erheblichen Rückschritt beim Gehalt.

Welche Verdienstlücke zwischen Banking und Consulting klafft, wird deutlich in dem neu veröffentlichten Consulting Pay Report von Management Consulted. Auch wenn Beratungsunternehmen Gehälter und Boni letztes Jahr aufgestockt haben, können sie bei Weitem nicht mit Banken mithalten.

Die Tabellen unten zeigen, basierend auf den Zahlen von Management Consulted, die Unterschiede zwischen dem, was im Consulting verdient wird und dem, was die grosszügigsten Banken dieses Jahr an Gehältern und Boni bezahlt haben. Nicht alle Banken zahlen so viel – es handelt sich hier um das obere Ende der Gehaltsskala, wobei Goldman Sachs und Perella Weinberg Partners am besten bezahlen. Und doch ist der Unterschied zwischen den am Besten zahlenden Unternehmensberatungen und den am Besten zahlenden Banken erheblich.

Im ersten Berufsjahr scheinen Junioren bei Goldman Sachs jetzt bis zu 50.000 Dollar (44.000 Euro) mehr zu verdienen als Junioren bei McKinsey & Co. Nach drei Berufsjahren steigt der Unterschied zwischen den am Besten zahlenden Beratungshäusern den am Besten zahlenden Banken auf 100.000 Dollar im Jahr. Wie bereits berichtet, bezahlt Perella Weinberg Partners einigen First-Year-Associates mehr als 330.000 Dollar im Jahr. McKinsey & Co. zahlt seinen Associates nach Angaben von Management Consulted „nur“ 220.000 Dollar (Gehalt und Bonus).

Über das wachsende Gehaltsgefälle zwischen Beratern und Bankern berichten wir nicht zum ersten Mal. Im Oktober war uns aufgefallen, dass Daten zu den H1B-Visa aus den USA nahelegen, dass Partner bei McKinsey & Co. ähnlich verdienen wie Leute auf dem Vice-President-Level bei Banken. Damals ist betont worden, dass das Bonuspotential anders sei – aber womöglich nicht so anders, wie man denkt. In der letzten Bonusrunde erhielten VPs bei Goldman Sachs Berichten zufolge 1 Mio. Dollar. Management Consulted gibt an, dass Partner im Consulting jetzt maximal 1,2 Mio. Dollar verdienen.

Die Diskrepanz bedeutet, dass eine langjährige Exit-Option aus dem Investmentbanking sich sehr viel steiniger gestaltet als früher. „Einfach immer im Banking bleiben“, schreibt ein Analyst im Forum Wall Street Oasis. „Die Kohle ist einfach zu gut.“

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