Boni bei der Deutschen Bank lösen unerwartet Enttäuschung aus

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Boni bei der Deutschen Bank lösen unerwartet Enttäuschung aus

Es war erwartet worden, dass die Deutsche Bank die Boni im Investmentbanking 2021 aufstocken würde. Das scheint allerdings nicht passiert zu sein.

Aus dem heute veröffentlichten Vergütungsbericht der Deutschen Bank für das Jahr 2021 geht hervor, dass der Bonuspool der Investmentbank im vergangenen Jahr mit 1,054 Mrd. Euro konstant gehalten wurde – im Vergleich mit 2020 gab es ein Plus von weniger als einem Prozent. Während die Boni in anderen Häusern zeitgleich deutlich gestiegen sind, dürfte dies nicht sehr gut angekommen sein.

Wie die Tabelle unten zeigt, die auf dem Vergütungsbericht basiert, hat die Deutsche Bank in ihrem Investmentbanking gleichzeitig mehr für Gehälter ausgegeben. Dies scheint mit einem erheblichen Anstieg der Mitarbeiterzahl einhergegangen zu sein (und möglicherweise auch damit zu tun haben, dass Personal in den Support Functions neu eingestuft wurde).

Die Gehaltszahlen für die „Material Risk Taker“ der Deutschen Bank (Top-Trader, Banker, Prüfpersonal und Manager) geben einen besseren Einblick in das Geschehen. Im vergangenen Jahr gab es bei der Deutschen Bank 33 Risikoträger mehr, der Bonuspool sank allerdings von 716 Millionen auf 699 Millionen Euro.

Die Durchschnittsbezahlung der Risikoträger bei der Deutschen Bank ist aufgrund des höheren Durchschnittsgehalts gestiegen, ihre durchschnittliche Gesamtvergütung liegt bei 1.454.509 Euro. Dreissig Risikoträger bei der Deutschen Bank erhielten überhaupt keinen Bonus.

Und wie die Tabelle unten zeigt, gibt es bei der Deutschen Bank 520 Leute, die 1 Mio. Euro und mehr verdient haben – so wenig wie seit vier Jahren nicht mehr.

Was ist passiert? Dass es weniger Einkommensmillionäre gibt, begründet die Deutsche Bank damit, dass es weniger „Aufschiebungen und Abfindungen“ gegeben hätte, was möglicherweise erklärt, warum viele aus der Gehaltsklasse zwischen 1 Mio. und 1,5 Mio. Euro herausgefallen sind. Bemerkenswert ist, dass es etwas mehr Leute in den höheren Gehaltsklassen gibt.

Auf dem gestrigen Deutsche Bank Investor Day betonten CEO Christian Sewing und CFO James Von Moltke, wie wichtig es für den Erfolg der Bank sei, Fachkräfte zu haben und diese durch eine wettbewerbsfähige Vergütung auch zu halten. Der aktuelle Vergütungsbericht deutet darauf hin, dass die Bank vielleicht nicht jeden aus der Belegschaft halten will. Vielleicht sollte man sich hier einmal in Erinnerung rufen, dass die Boni für die Top-Performer im Investmentbanking bei Barclays im vergangenen Jahr um 24 Prozent gestiegen sind.

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