Ex-Goldman-Sachs-Mann erklärt den Reiz eines 400.000-Dollar-Statussymbols

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Ex-Goldman-Sachs-Mann erklärt den Reiz eines 400.000-Dollar-Statussymbols

Worin besteht er, der Reiz des Bored Ape Yacht Clubs? Liegt es an den wirklich coolen Bildern, die an das Gorillaz-Albumcover aus dem Jahr 2005 erinnern und das Ganze als rundum gutes Investment erscheinen lassen? Oder liegt es einfach daran, dass Promis wie Gwyneth und Snoop Dog dabei sind und darum auch weniger coole Leute versuchen, auf der Welle zu reiten, indem sie ihr Geld für dasselbe ausgeben?

Das Ganze ist richtig teuer. Gwyneth und Snoop haben nicht erwähnt, wie viel Geld sie für ihre „Apes“ ausgegeben haben, aber Raoul Pal, der früher, als noch dicke Abfindungen angeboten wurden, Co-Head of European Equity and Equity Derivative Hedge Fund Sales bei Goldman Sachs war, prahlt damit, unlängst 400.000 Dollar bezahlt zu haben.

In einem Blog mit dem Titel 'Why I spent $400,000 on an ape .jpeg' (Warum ich 400.000 Dollar für einen Affen ausgegeben habe) gibt Pal zu, dass der Kauf eines „Apes“ lächerlich erscheint und dass die Leute vielleicht denken, dass er „komplett bekloppt“ sei – aber das würden jene sagen, die „Normalos“ seien. Bored Ape NFTs seien nicht nur von Natur aus erfreulich, sondern auch eine Brücke in die Zukunft.

Pals Affe, der unten abgebildet ist (Source: OpenSea), ist als Seneca bekannt. „Er ist klug, aber ziemlich kühl und sieht etwas ‚erschöpft‘ aus...“, sagt Pal. „Ich habe diesen speziellen Affen gekauft, weil er ein sauberes und einfaches Design hat und mir der seltene Lorbeerkranz und seine Symbolik gefallen“, erklärt er. Pal kann sich mit seiner Neuerwerbung voll identifizieren: „Senecas blutunterlaufene Augen lassen vermuten, dass ich vielleicht jamaikanisches Gras rauche...“

Es geht allerdings nicht nur darum, dass einem das Bild gefällt. Pal sagt, NFTs seien „die Speerspitze in eine Zukunft aus Identität, Tokenisierung, Kultur und dem Metaverse“.

Er fügt hinzu, dass insbesondere Bored Apes aufgrund der Stärke ihrer Marke wertvoll seien. Es gibt eine Verbindung mit Adidas: Community-Mitglieder können „Merch“ verkaufen, es sind Prominente dabei (Gwyneth, Snoop, Eminem), Musiklabels kaufen sich ein und gründen Metaverse-Bands, Musiker selbst kaufen sich ein und gründen Metaverse-Bands, es werden Bücher darüber geschrieben, er habe auf einem „schicken privaten Event“ den Gründer kennengelernt und einen Eindruck davon bekommen, dass man dort ein „Web 3-Metaverse-, eine Medien-, Mode- und Kunstmarke von Grund auf“ aufbaue. Und dann habe Pal das Pitch-Deck für die 450 Millionen Dollar teure Finanzierungsrunde von Yuga Labs gesehen (das Unternehmen, das Bored Apes entwickelt), aus dem hervorging, dass das Unternehmen eine Gewinnspanne von 98,5 Prozent hat („es ist irrsinnig profitabel“). Und das war noch vor dem Start der Ape Coin...

Inzwischen schreibt Pal nur noch kursiv, fett oder in Grossbuchstaben – oder auch in allem drei gleichzeitig, und ist definitiv überdreht. Er ist der Meinung, dass er für 400.000 Dollar einen Pass zu einem neuen Königreich erworben hat: „All diese sozialen Token funktionieren für die verschiedenen Modelle digitaler souveräner Staaten, und ich glaube, dass das die Richtung ist, in die wir uns entwickeln.“

Banker, die bei Goldman Sachs frisch gekündigt haben und noch überlegen, wie sie ihre Boni auf den volatilen Märkten am besten investieren können, könnten hier genauer hinschauen. Einen Bored Ape besorgen kann man sich hier. 

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