Goldman Sachs, J.P. Morgan, Morgan Stanley... und: Deutsche Bank

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Goldman Sachs, J.P. Morgan, Morgan Stanley... und: Deutsche Bank

Wer 2022 bei einer Top-Tier-Investmentbank arbeiten will, dem begegnen in dieser Elite-Kategorie allgemein bekannte Namen: Die drei US-Investmentbanken, die einst als „bulge bracket“ bezeichnet wurden, sind in weiten Teilen des Geschäfts noch immer vorherrschend. Wer allerdings Fixed Income Sales oder Trading macht, der sollte sich die zu neuem Leben erwachende Deutsche Bank genauer ansehen.

So lautet zumindest das Ergebnis der neusten Zahlen von Tricumen, einem Branchendienst, der auf die Financial-Services-Branche spezialisiert ist. Laut Tricumen haben Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgan Stanley 2021 in ihren Investmentbanking-Divisions branchenweit mit die höchsten Umsätze pro Kopf bzw. pro Beschäftigtem im Front Office erwirtschaftet – und zwar sowohl im Aktienbereich als auch im Fixed Income Sales and Trading.

Vor allem im Fixed-Income-Trading, so Tricumen, waren die Umsätze pro Front-Office-Beschäftigtem bei der Deutschen Bank allerdings ähnlich hoch wie bei den drei US-amerikanischen Marktführern.

Die Schlüsse, die Tricumen – basierend auf eigenen Zahlen und Analysen – daraus zieht, finden sich in den untenstehenden Schaubildern. Banken, die besser als der Durchschnitt abschneiden, finden sich ausserhalb der gepunkteten Linie, alle, die unterdurchschnittlich performt haben, sind innerhalb zu finden.

Betriebseinnahmen pro Front-Office-Beschäftigtem, Investmentbanking-Divisions (ECM/DCM/M&A/Securitization)

Betriebseinnahmen pro Beschäftigtem in den Bereichen Fixed Income, Currencies und Commodities Sales and Trading

Betriebseinnahmen pro Kopf in Equities Sales and Trading

 

Hohe Pro-Kopf-Umsätze ermöglichen eine hohe individuelle Vergütung. Nach Abschluss ihrer mehrjährigen Umstrukturierung und der erklärten Rückkehr zum Wachstumskurs, gab die Deutsche Bank an, letztes Jahr bankenweit 150 Mio. Euro mehr für Boni ausgegeben zu haben. 

Von diesem Geld dürfte einiges an die Investmentbanker der Deutschen Bank geflossen sein. Wie aus den Tricumen-Schaubildern hervorgeht, sind diese zwar vergleichsweise weniger produktiv, haben aber letztes Jahr ein starkes Umsatzwachstum generiert. Die M&A-Umsätze bei der Deutschen Bank sind 2021 um 101 Prozent gestiegen – bei J.P. Morgan waren es 85, bei Goldman Sachs 84 und bei Morgan Stanley 74 Prozent.

Die Deutsche Bank ist nicht mehr im Aktiengeschäft aktiv (der Punkt auf dem Equity-Schaubild von Tricument bezieht sich auf den Rumpf an Sales-Leuten im Bereich ECM). Daher dürften von dem aufgestockten Bonuspool bei der Bank vor allem Mitarbeitende aus dem Fixed-Income-Sales und die Trader profitiert haben. Sie gehören zum einen branchenweit zu denen mit der höchsten individuellen Produktivität, zum anderen haben sie seit 2019 die Umsätze um 28 Prozent gesteigert – im Durchschnitt lag das Plus bei den europäischen Banken bei gerade einmal 4 Prozent.

Die Auferstehung der Deutschen Bank folgt nachdem die Bank letztes Jahr von Moody'sFitch und S&P hochgestuft wurde. Nach Angaben der Bank habe dies Kunden darin bestärkt, ihr Tradinggeschäft wieder zurück zur Deutschen Bank zu bringen.

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