MDs gekündigt wegen Fehlverhalten – welchen Anteil daran ein Jung-Banker bei der Deutschen Bank hatte

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MDs gekündigt wegen Fehlverhalten – welchen Anteil daran ein Jung-Banker bei der Deutschen Bank hatte

Vor einer Woche war ans Licht gekommen, dass einige leitende SPAC-Banker bei der Deutschen Bank in New York gefeuert worden sind, weil sie versucht hatten, einen Besuch in einem Striplokal über die Firma abzurechnen – und jetzt wird immer klarer, was genau passiert ist.

Die New York Post berichtet, dass Ben Darsney, Head of Equity Capital Markets in the Americas und Ravi Raghunathan, einer seiner Managing Directors, den Club Sapphire New York auserkoren hatten. Der Club, der auch ein Steak-Haus betreibt, bietet für 683 Dollar ein „Corporate Package“ an – darin enthalten sind ein Tisch für fünf direkt neben der grössten Bühne, plus Getränke und Speisen. Abseits der Steaks ist der Club bekannt für das sogenannte „Body Sushi“, wo Fisch auf den Körpern von Strip-Tänzerinnen serviert wird.

Darsney (der als Associate verheiratet war) und Raghunathan besuchten den Sapphire Club anscheinend mit mehreren weiteren Personen. Bloomberg berichtet, dass auch Brandon Sun, ein Director, und Associate Daniel Gaona gekündigt wurden. Laut der New York Post gibt es einen Jung-Banker, der dabei war und seinen Job dennoch behalten durfte. Die Managing Directors und andere beharrten darauf, dass sie einfach nur ein harmloses Steak-Essen eingereicht hätten – der besagte Jung-Banker allerdings gab zu, dass man tatsächlich in einem Stripclub gewesen sei und er das jetzt bereue. Seine Aufrichtigkeit wurde belohnt – ein weiterer Beteiligter hingegen wurde lediglich dafür gefeuert, dass er den Verschleierungsversuch mit gedeckt hatte, auch wenn er bei der Strip-Show selbst gar nicht dabei war.

Wer der Jung-Banker ist, ist unklar – klar ist allerdings, dass er sich unbeliebt gemacht hat bei Darsney und Raghunathan, die aufgrund ihres Fehlverhaltens wohl ihren jüngsten Bonus nicht bekommen werden. Senior Manager bei der Deutsche Bank bekommen bei Boni über 500.000 Euro mindestens 60 Prozent erst drei bis fünf Jahre später ausbezahlt und die Führungsriege der Deutschen Bank bekommt ihre gesamten Boni traditionell erst nach fünf Jahren. Im Ergebnis, so schätzen Insider, könnte es bei Darsney und Raghunathan um aufgeschobene Boni im Wert von insgesamt 6 Mio. Dollar gehen.

Dies sieht nach einem kostspieligen Fehler aus, vor allem weil Stellen im Bereich Equity Capital Markets aktuell schwer zu kriegen sind (sie könnten es allerdings bei Jefferies versuchen, wo man bereit war, Sage Kelly eine zweite Chance zu geben). In der Zwischenzeit werden sich künftige MDs, die mit reumütigen Jung-Bankern zusammenarbeiten, keine Fehltritte erlauben, auch wenn ihnen das in manchen Teams nicht leichtfallen dürfte.

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