Trotz Sparversuchen: Gehälter bei der Deutschen Bank gehen weiter nach oben

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Trotz Sparversuchen: Gehälter bei der Deutschen Bank gehen weiter nach oben

Die Deutsche Bank soll dieses Jahr Kosten senken. Dass die Gehälter im Investmentbanking weiter nach oben gehen bedeutet, dass es gerade nicht nach Plan läuft.

Die Ausgaben für Vergütung und Benefits im Investmentbanking der Deutschen Bank sind im ersten Quartal im Jahresvergleich um 15 Prozent nach oben gegangen – bankenweit betrug die Steigerung nur 1 Prozent. Die Deutsche Bank hat in den ersten drei Monaten 2022 50 Mio. Euro extra für Boni bereitgestellt – die Vergütungsausgaben im Investmentbanking sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um insgesamt 79 Mio. Euro gestiegen, entsprechend dem hohen Niveau von Ende 2021.

Das war so nicht vorgesehen: Die Deutsche Bank soll dieses Jahr Kosten senken und die Umsätze steigern und so die Kapitalkosten in Höhe von 10 Prozent decken. Stattdessen gab die Bank heute bekannt, dass der Versuch, Kosten durch eine „Verkleinerung des Personalbestands“ zu senken konterkariert wurde „durch die Lohninflation und infolge verschiedener Zusatzzahlungen (Boni)“.

Die Vergütungsausgaben im Investmentbanking sind angestiegen obwohl der Personalbestand insgesamt gleich geblieben ist. Allerdings hat sich die Zahl der Mitarbeitenden speziell im Front Office im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent bzw. 28 Leute vergrössert, da die Deutsche Bank sich in „ausgewählten strategischen Investments“ engagiert. In einer Pressemitteilung zu den heutigen Ergebnissen deutet CFO James Von Moltke an, dass die Bank mehr Geld in die Hand nehmen muss, um Leute zu gewinnen: „Wir treiben weiterhin die Effizienzmassnahmen voran, mit denen die Vergütungskosten gesenkt werden sollen, erleben aber, dass der Wettbewerb um – und das Gewinnen von – neuen Fachkräften zunehmend härter wird.“

Die steigenden Vergütungsausgaben machen einiges von dem zunichte, was die Deutsche Bank an anderer Stelle eingespart hat. Die Bank hat im ersten Quartal dieses Jahres gegenüber dem vierten Quartal 2021 162 Mio. Euro weniger für IT und 53 Mio. Euro weniger für Berater ausgegeben.

Trotz der Vergütungsthematik steht die Investmentbank der Deutschen Bank relativ gut da (vor allem verglichen mit der Credit Suisse). Die Cost-Income-Ratio ist in Q1 auf 53,5 Prozent zurückgegangen, die Eigenkapitalrendite betrug 16,1 Prozent. Viele Beschäftigte im Unternehmenszweig sollten infolgedessen von weiteren Restrukturierungen ausgenommen sein. Das allerdings dürfte nicht für die Equity Capital Markets Banker der Deutschen Bank gelten, bei denen die Erträge im Jahresvergleich um fast 88 Prozent eingebrochen sind. M&A Banker und Macro-Trader dürften die grössten Nutzniesser der gestiegenen Boni sein.

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