Amerikanische Banken sind immer noch der sicherste Arbeitsplatz

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Amerikanische Banken sind immer noch der sicherste Arbeitsplatz

Alle, die im notorisch volatilen Bankensektor einen sicheren Job suchen, sollten sich 2022 an ein paar bestimmte Unternehmen halten. Tricumen, ein unabhängiges Analyseunternehmen für den Finanzsektor, hat gerade seine „Q1 Banking Review“ veröffentlicht und zeigt auf, welche Unternehmen abteilungsübergreifend die höchsten Betriebseinnahmen pro Kopf aufweisen. Das Ergebnis? Die grossen nordamerikanischen Banken sind der Ort, an dem die Arbeitsplätze am sichersten sind.

Zwar legt der Bericht von Tricumen – wie zu erwarten – nahe, dass die Boni in den Bereichen DCM und ECM sinken werden, aber es ist sinnvoll, zu schauen, wie gut verschiedene Banken auf sinkende Einnahmen reagieren können. Die Grafik unten zeigt das Verhältnis zwischen den Betriebseinnahmen zur Zahl der Beschäftigten im Front Office auf. Eine positive Ratio bedeutet, dass eine Bank besser abschneidet als Wettbewerber, eine negative Ratio bedeutet das Gegenteil und der gestrichelte Kreis stellt den Durchschnitt dar. Eine höhere Ratio heisst, dass es einen grösseren Puffer gibt, um Personal zu halten und Entlassungen weniger wahrscheinlich sind.

Betriebseinnahmen/Front-Office-Vollzeitkräfte im Banking (hier definiert als ECM, DCM und M&A Teams)

Europäische Banken sehen nicht besonders sicher aus. SocGen und UBS stehen am unteren Ende des Rankings und BNP, Barclays, CS und Deutsche Bank sind alle unter dem Durchschnitt. Die Banking-Abteilungen, bei denen die Ratio positiv ist, sind alle nordamerikanische Giganten. Tricumen merkt an, dass die USA bei der Ausgabe von High-Grade Bonds den viert-besten Monat aller Zeiten erlebt haben, während die Kreditsyndizierung in EMEA schlechter lief als in den Staaten. Der gut-dokumentierte Abfall bei den ECM-Fees infolge des Ukraine-Krieges hat EMEA härter getroffen: Die Fees sind im Jahresvergleich um 75 Prozent eingebrochen, während sie in Amerika um 60 Prozent gesunken sind.

Tricumens Aufschlüsselung der Einnahmen im Quartalsvergleich zeichnen ein komplexeres Bild. So hatte beispielsweise Bank of America Merril Lynch im Banking zu kämpfen, wurde aber gerettet durch einen steigenden Marktanteil bei DCM Loans. SocGen, Tabellenletzter der Banken bei den Pro-Kopf-Einnahmen, konnte bei DCM Loans und Securisation dennoch hinzu gewinnen. Credit Suisse und UBS hatten hingegen deutlich zu kämpfen.

Q1 2021 versus Q1 2022: Veränderung der Betriebseinnahmen im Wettbewerbsvergleich

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Durchschnitte können irreführend sein, wenn es um individuelle Vergütung und die relative Sicherheit von Arbeitsplätzen geht. Höhere Betriebseinnahmen pro Kopf würden generell höhere Boni nahelegen, aber die Vergütung von Dealmakern richtet sich danach, was sie fürs Unternehmen eingeworben haben – und wie viel das war, wird im Vorfeld der Bonus-Saison den Vorgesetzen gegenüber mit grösster Hartnäckigkeit kommuniziert.

Am Ende könnte ein Top-Dealmaker, der einen grösseren Anteil eines sinkenden Bonuspools bekommt, besser dastehen als ein durchschnittlicher Dealmaker bei einem Unternehmen, wo Einnahmen und Bonuspool wachsen. Das ökonomische Credo wonach eine Flut alle Boote anhebt, trifft für die Vergütung bei Investmentbanken nicht unbedingt zu. Schaut man sich den Tricumen-Bericht an, wird man allerdings den Eindruck nicht los, dass europäische Banken eher sinken.

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