Ist die TU München die beste deutsche Uni für angehende Quants?

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Ist die TU München die beste deutsche Uni für angehende Quants?

Quants („Quantative Analysts“) in der Finanzbranche sind gefragt wie nie: Wer als Quant im Investmentbanking einsteigt, hat beste Zukunftsaussichten und kann sehr gut verdienen. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz in Deutschland kleiner ist als in London oder New York – so die Einschätzung von Moritz Heiden, der als einer der Top-Quants in Deutschland gilt.

Doch wo sollte man studieren, um Quant zu werden? Das Risk Magazine hat vor Kurzem seinen „Quant Finance Master‘s Guide“ für 2022 veröffentlicht und vergleicht hier Master-Programme aus aller Welt. Aus Deutschland ist nur ein einziger Studiengang vertreten, nämlich der Masterstudiengang „Mathematical Finance and Actuarial Science“ an der TU München. Das ist überraschend, zumal eigentlich die Uni Konstanz oder auch die Goethe-Universität Frankfurt/Main als „Kaderschmieden“ für den Quant-Nachwuchs gelten – oder auch die LMU München. Dass letztere sich im Ranking nicht findet, „wundert uns etwas“, so LMU-Sprecher Dirk-André Deckert. Schliesslich biete die LMU „seit über einem Jahrzehnt ein breites Portfolio an BSc/MSc/DAV und internationalen Studienprogrammen in diesem Bereich an“.

Vielleicht hat das gute Abschneiden der TU München damit zu tun, dass es bei den Dozierenden einen prominenten Neuzugang gibt, nämlich Hans Bühler. Bühler war 14 Jahre lang bei J.P. Morgan in London und wechselte vor Kurzem zu XTX Markets, einem Electronic-Trading-Unternehmen, das bekannt dafür ist, mit sehr wenig Personal auszukommen, das allerdings herausragend bezahlt wird. Hans Bühler, der Deutscher ist und vor seiner Zeit in London an der TU Berlin promiviert hat, gilt als Pionier der „Deep-Hedging-Techniques“ und wird im Frühling 2022 Gastprofessor an der TU München sein. Bühler hatte unlängst den „Quant of the year award“ des Risk Magazine erhalten.

Was macht ihn aus, den Master in „Mathematical Finance and Actuarial Science“ an der TU München? Der Studiengang bietet eine anspruchsvolle Ausbildung im Bereich Finanz- und Versicherungsmathematik – also genau das, was Quants benötigen. Neben der stochastischen Analysis gibt es die Schwerpunkte Mathematical Finance und Actuarial Science, wobei sich Studierende auf einen der beiden spezialisieren können.

Der Studiengang besteht seit dem Wintersemester 2007/2008, bis dato haben rund 330 Studierende den Master erfolgreich absolviert. Wie viele davon arbeiten als Quants? Hier kann die TU München keine Angaben machen. Anders als angloamerikanische Spitzenunis, die die weiteren Karrierewege ihrer Alumni und Alumnae – und auch deren Einstiegsgehälter – empirisch erfassen, wird an der TU München für diesen Master keine Verbleibstudie erstellt. Die Hochschule verweist allerdings darauf, dass man von Absolventinnen und Absolventen positive Rückmeldungen bekomme: „Ein grosser Teil wechselt in den Banking- oder Versicherungssektor, es gibt aber durchaus auch Alumni, die selbst erfolgreich gründen. Ein stabiler Prozentsatz entscheidet sich auch, nach dem Masterstudiengang eine Promotion anzustreben“, sagt Prof. Rudi Zagst, der den Studiengang an der TU München koordiniert. Zum Wintersemester 21/22 waren 98 Studierende eingeschrieben, darunter Dafni Kitrilaki, laut LinkedIn Quantitative Portfolio Analysis Intern bei KPMG in Frankfurt, oder Polina Liziakina, die ihren Bachelor in „Applied Math and Physics“ an der renommierten Lomonosov Moscow State University gemacht hat.

Klar ist: Im Vergleich zu den anderen Studiengängen, die im Quant-Hochschul-Ranking des Risk Magazine genannt werden, kann der Master an der TU München mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten: Die Semestergebühren liegen bei gerade einmal 147 Euro.

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