Der beste Bankingjob – aus Sicht eines Citi-VPs, der alle probiert hat

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Der beste Bankingjob – aus Sicht eines Citi-VPs, der alle probiert hat

Charlie Mortimer kennt sich mit Front-Office-Banken aus. Bevor er im Juni bei Citi ging, um das Fintech-Unternehmen bzw. die Finanzmodellierungsplattform Stellar Fusion zu gründen, war er bei Citi in den Bereichen Sales and Trading, Equity Research und im Investmentbanking tätig. 

Der interessanteste der drei genannten Bereiche war laut Mortimer die Arbeit im Research.

Als Researcher befasste sich Mortimer mit kleinen europäischen Mid-Cap-Unternehmen, einschliesslich Industrieunternehmen und Abfallrecycling. Diese Tätigkeit führte ihn von Portugal bis nach Skandinavien und verschaffte ihm Einblicke in verschiedenste Branchen. „Es war die intellektuell anregendste Art von Arbeit, die ich gemacht habe – ich habe viele sehr interessante Unternehmen in ganz Europa kennengelernt, die unterschiedlichste Dinge machen“, sagt er.

Im Vergleich dazu, so Mortimer, sei der Bereich Sales and Trading die geselligste Art von Arbeit gewesen, die er im Bankwesen ausgeübt hat (er war nach seinem Traineeship bei Citi im Sales tätig) und dass diese Geselligkeit – neben dem Aufbau von Kundenbeziehungen und dem Erlernen von Marktgrundlagen – viel Spass gemacht habe. Und schliesslich berichtet er, dass die Arbeit im Investmentbanking (zuletzt war er fast zwei Jahre lang Vice President im Investmentbanking in London) im M&A und beim Börsengang von Unternehmen „faszinierend“ und weitaus komplexer war, als er gedacht habe.

Wenn du einen Job in der Finanzbranche suchst, der eine gute Work-Life-Balance ermöglicht, ist der Bereich Research vielleicht nicht das Richtige. „Im Sales and Trading hat man die meiste Kontrolle über die eigene Zeit“, sagt Mortimer und fügt hinzu, dass er auf dem Trading Floor auch die meisten Leute mit Nebenjobs erlebt habe. In den Bereichen M&A und Corporate Finance habe fast niemand einen „Side Gig“, weil die langen Arbeitszeiten dies quasi unmöglich machen.

Auf seinem Weg vom Sales ins Research und dann ins Investmentbanking habe seine Wochenarbeitszeit stetig zugenommen, so Mortimer. Im Sales and Trading habe er um die 60 Stunden pro Woche gearbeitet. Im Research waren es um die 70, im Investmentbanking um die 80.

Wie die untenstehende Tabelle aus unserer jüngsten Gehalts- und Bonusumfrage zeigt, werden Jobs im Sales and Trading auch am besten bezahlt.

Als er im Research tätig war, sagt Mortimer, habe er mehr gearbeitet, aber noch die Kontrolle über seine Zeit gehabt. Im Investmentbanking hätte er noch mehr gearbeitet, aber fast keine Kontrolle über seine Zeit mehr gehabt. „Das Investmentbanking ist viel hierarchischer. Ich habe für mehrere Leute gearbeitet und musste ständig auf Abruf sein. Man hat die Kontrolle über die eigene Zeit verloren, und Abende und Wochenenden können verschwinden“, sagt er. 

Trotzdem war Mortimer einer der wenigen im Investmentbanking, die einen „Side Gig“ hatten. Über Weihnachten 2021 gründete er gemeinsam mit Aneek Haq, einem Citi-Direktor im Bereich Small Caps, Stellar Fusion. Als sie dafür eine VC-Finanzierung bekamen, kündigte er.

Der Plan ist, ein Tool zu entwickeln, das Kleinanlegern Zugang zu den Finanzmodellen verschafft, zu denen auch institutionelle Kunden Zugang haben. Der Start ist für Oktober 2022 geplant.

„Ich bin wieder Herr über meine Zeit“, sagt Mortimer. „Wir arbeiten nach unserem eigenen Zeitplan. Am Tag muss ich zwar ein bestimmtes Pensum schaffen, aber dann kann ich mich erholen und ins Fitnessstudio gehen, bevor es dann abends weitergeht.“

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