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Passiv-aggressiver Abgang aus einem Finance-Job

Es ist nicht nur Boris Johnson, der seinen Job nach einer Zeit schlechter oder kontroverser Leistungen aufgegeben hat: Zwei hochrangige Finanzexperten haben sich ebenfalls aus dem Kampf zurückgezogen – Stuart Kirk und Rajeev Misra.

Anders als Boris Johnson sind Kirk und Misra allerdings mit Stil gegangen und haben sich bemüht, ihren (ehemaligen) Arbeitgebern ein gewisses Bedauern über ihren Abgang zu vermitteln.

So hat Kirk einen langen Post auf LinkedIn geschrieben und erklärt, dass er sich entschieden habe zu gehen, weil „das Verhalten der Bank mir gegenüber seit meiner Rede auf einer Konferenz der Financial Times im Mai“ nicht „tragbar“ gewesen sei. Wir erinnern uns: Kirk hatte auf dieser Konferenz seine „Thought Leadership“ als Head of Responsible Investment bei HSBC Asset Management unter Beweis gestellt, indem er über „Spinner“, „Sharon von Deloitte“ und „Katastrophale Übertreibungen“ lamentiert hatte.

Misra hingegen hatte offenbar beschlossen, die Leitung des Vision Fund 2 von SoftBank abzugeben, nachdem dieser einen enormen Verlust von 27,4 Mrd. Dollar verbucht und einige fragwürdige Investitionen getätigt hatte, darunter WeWork und ein Nebengeschäft mit Wirecard.

In beiden Fällen und im Gegensatz zu Boris Johnson beweisen die beiden ihr Format, indem sie betonen, noch andere (und möglicherweise bessere) Dinge vor sich haben.

Kirk zum Beispiel sagt, er sei im Fegefeuer gewesen, um „eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammenzubringen, um die wohl beste Idee für nachhaltige Investitionen zu verwirklichen, die je erdacht wurde“. Es handelt sich um „eine völlig neue Anlageklasse“, schwärmt Kirk, und sie wird auf seinem „zentralen Argument“ beruhen, nämlich dass „menschlicher Einfallsreichtum die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen kann und wird, und gleichzeitig riesige Anlagemöglichkeiten bietet“.

Ähnlich wird Misra, nachdem er bei SoftBank einige Milliardenverluste eingefahren hat, anscheinend einen völlig neuen Fonds leiten – mit einigen seiner ehemaligen Deutsche-Bank-Kollegen, die er für den Vision Fund eingestellt hatte (z. B. Yanni Pipilis). Laut Bloomberg stehen Misra bereits 6 Mrd. Dollar für dieses neue Projekt zur Verfügung.

Misras neue Mission ist nicht ganz so glühend selbstbewusst formuliert wie die von Kirk, aber in beiden Fällen ist die Botschaft klar: „Ich gehe, aber ich bin ein so heißes Eisen, dass ich eine große Zukunft vor mir habe und bereits die nächsten Projekte angehe.“ Für Boris Johnson ist es zu spät, aber alle anderen, die demnächst einen Rücktritt erwägen, sollten das vielleicht zur Kenntnis nehmen.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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