Die 20 Top-Trader bei Goldman Sachs arbeiten 10 Stunden am Tag und bekommen Millionen

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Die 20 Top-Trader bei Goldman Sachs arbeiten 10 Stunden am Tag und bekommen Millionen

Wo findet man die bestbezahlten Jobs bei Goldman Sachs? Geografisch gesehen könnte es Grossbritannien sein. Mit Blick auf die Unternehmensbereiche könnte es das Programm-Trading sein.

In einem Artikel über die Erfahrungen von zwei Programm-Tradern von Goldman Sachs (Jon „JP“ Paul und Sina Lashgari), die Anfang des Jahres gekündigt haben, um zu einem Hedgefonds zu gehen und denen Goldman Sachs vorwirft, „auf sensible firmeneigene Computersoftware ... ohne Genehmigung oder einen gültigen Geschäftszweck zugegriffen zu haben und versucht zu haben, Beweise dafür zu beseitigen oder zu verbergen“, bestätigt Bloomberg, dass das Programm-Trading zu den lukrativsten Arbeitsplätzen bei Goldman Sachs gehört. Im Vergleich zu anderen Stellen im Unternehmen scheint man hier auch nicht übermässig buckeln zu müssen.

Programm-Trader erstellen Code, der vor allem vorhersagt, welche Aktien in Zeiten der Indexanpassung in ETFs aufgenommen oder aus ihnen entfernt werden können. Wenn sie damit richtig liegen und den Kauf- oder Verkaufswellen zuvorkommen, können sie ein Vermögen verdienen. Laut Bloomberg hat das 20-köpfige Programm-Trading-Desk von Goldman Sachs in den letzten zwei Jahren jeweils mindestens 700 Millionen Dollar pro Jahr verdient. Dies erklärt, warum ein Mitglied des Teams Berichten zufolge im Jahr 2021 einen Bonus in Höhe von 9 Mio. Dollar erhalten hat.

Paul und Lashgari äussern sich nicht dazu, was sie mit ihren Trades erwirtschaftet oder wie viel sie verdient haben (obwohl ihr Anwalt den Betrag auf „hunderte von Millionen Dollar“ in den sechs bzw. sieben Jahren, in denen sie dort gearbeitet haben, schätzt). Lashgari, der nach eigenen Angaben der ranghöchste Programmierer im Team war, behauptet, dass er in dieser Zeit zwischen 10 und 12 Stunden pro Tag gearbeitet habe. Anders gesagt: Deutlich weniger als die notorisch langen Arbeitszeiten im Investmentbanking.

Paul und Lashgari bestreiten die von Goldman Sachs erhobenen Vorwürfe vehement, der von ihnen beauftragte Rechtsanwalt bezeichnet sie als „diffamierend und rechtswidrig“. Eine Bitte um Stellungnahme liess Goldman Sachs unbeantwortet, erklärte aber gegenüber Bloomberg, dass im Rahmen einer Untersuchung herausgefunden worden sei, dass die beiden „in ernsthaftes Fehlverhalten verwickelt“ waren.

Schade, denn: Beide scheinen gern bei Goldman Sachs gearbeitet zu haben – bis dann die Anschuldigungen erhoben wurden. Der Trading Floor zeichne sich aus durch seine „Energie und Lebendigkeit“, so Paul. Die Atmosphäre sei wie im Mannschaftssport gewesen.

Beide Männer sind hervorragende Entwickler und Mathematiker. Lashgari hat einen PhD in Elektrotechnik und Computertechnik an der Cornell University erworben, Paul besitzt einen Bachelor-Abschluss in Informatik und Wirtschaft von der Columbia University.

Zu den anderen Tradern des 20-köpfigen Eliteteams gehört Anne-Victoire Auriault, die französische Mathematikerin und Traderin, die im November 2020 mit nur 32 Jahren zum Partner befördert wurde.

Die Programm-Trader sind nicht die einzigen, die bei Goldman Sachs üppig verdienen. Im vergangenen Jahr sollen einige Energie-Trader Boni von 30 Mio. Dollar pro Kopf erhalten haben.

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