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War bei der Credit Suisse alles umsonst?

Es ist der Tag danach, und bei der Credit Suisse könnte es Kopfschmerzen geben. Nachdem vorige Woche in teils düsteren, teils demagogischen Tönen eine neue Welt vorgestellt wurde, in der die Credit Suisse ihre Securitized-Products-Group privaten Kredithaien überlässt, alle europäischen ECM- und DCM-Banker und Emerging-Markets-Trader entlässt und eine Art „Schweizer Berg“ wird, erlebt die Bank einen dramatisch gefallenen Aktienkurs.

Nach der Bekanntgabe der neuen Pläne waren die Aktien der Credit Suisse letzte Woche um 19 Prozent gefallen. Ein Aktionär sagte der Financial Times, die Vergabe von 10 Prozent der Bank für 1,5 Milliarden Franken an die Saudi National Bank sei „schmerzhaft“. Ein Jefferies-Analyst sagte, die „Verschlechterung der Dynamik“ im dritten Quartal bereite ihm „Sorgen“. Vor allem aber machte sich der Eindruck breit, dass die Credit Suisse auch nach all den Veränderungen nicht gut dastehen wird.

Die Credit Suisse gibt an, dieses Jahr mit einem Verlust abzuschließen. Selbiges gilt fürs nächste Jahr. Für 2025 rechnet man mit einem Gewinn. Und wenn das eintrifft, wird eine Eigenkapitalrendite (RoTE) von nur 6 Prozent angestrebt. Die Deutsche Bank hat ihre Umstrukturierung bereits vor drei Jahren vollzogen und erzielt bereits eine Eigenkapitalrendite von 8,2 Prozent. Citi-Analyst Andrew Coombs erklärte, die Ziele der Credit Suisse seien „niedrig gesteckt“.

Außerdem gibt es Bedenken dahingehend, wie die Ausgliederung des Beratungsgeschäfts in die CS First Boston in der Praxis funktionieren wird. Matt Levine von Bloomberg weist darauf hin, dass sich Multiservice-Investmentbanken nicht ohne Grund entwickelt haben: Wenn man Kunden dazu bringen will, Deals abzuschließen, muss man ihnen bei der Finanzierung dieser Deals helfen, und das bedeutet, dass man ihnen beim Verkauf von Aktien oder Anleihen hilft, was wiederum dadurch erleichtert wird, dass man Leute beschäftigt, die tagtäglich Aktien und Anleihen kaufen und verkaufen und die entsprechenden Märkte kennen. Aus diesem Grund haben Banken Sales- und Tradingabteilungen. Im Rahmen des Plans „Stark wie ein Schweizer Berg“ wird die Credit Suisse selbst weiterhin einen Sales- und Tradingbereich haben, und diese Sales-Leute und Trader arbeiten mit der neugegründeten unabhängigen CS First Boston zusammen – beide sind voneinander getrennt und das Markets Business der Credit Suisse wird normalerweise nur noch Wealth-Management-Kunden betreuen. Das klingt nicht ideal.

Schlimmer noch ist allerdings, dass die Eigentümerstruktur der CS First Boston und das Ausmaß, in dem die Credit Suisse für sämtliche Verluste der Leveraged-Finance-Einheit haften wird, unklar bleiben. Laut Bloomberg ist denkbar, dass die Credit Suisse zur Rettung der Einheit herangezogen werden könnte. Und es gibt auch einen Präzedenzfall: Die Credit Suisse war nur deshalb Eigentümerin von First Boston geworden, weil sie das Unternehmen nach dem Zusammenbruch des Junk-Bond-Marktes 1991 gerettet hatte.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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