Für Recruiter
Das gelobte Land jenseits von Goldman Sachs.

36-jähriger ehemaliger Goldman-Sachs-Analyst verdient über 10 Mio. Dollar

Wer mit Mitte 30 gern Millionenbeträge verdienen möchte, sollte ein paar Dinge befolgen. Man sollte zum Beispiel in Harvard studieren. Und das Wohnheimzimmer teilen mit Joshua Kushner, dem milliardenschweren Wagniskapitalgeber und Bruder von Jared Kushner. Man sollte sich bei der Harvard-Unizeitung engagieren, gemeinsam mit Alex Blankfein, dem Sohn des ehemaligen Goldman-Sachs-CEOs. Vor allem aber sollte man kurz Station machen bei Goldman Sachs und dann Karriere im Private Equity bei Apollo Global. 

Bei Goldman Sachs zu arbeiten ist nicht leicht – die Arbeitszeiten können ausufern. Bei Apollo Global kann es allerdings noch schlimmer sein: 2021 reichten scharenweise Associates bei Apollo ihre Kündigung ein, es hagelte Beschwerden über 20-Stunden-Tage und unmögliches Ellenbogen-Verhalten. Um die Associates zu entschädigen, hob Apollo deren Vergütung in der Folge auf 450.000 Dollar an.

Einer der Apollo-Insider, der in der erbarmungslosen Associate-Phase beinah gegangen wäre, ist Reed Rayman. Er war 2008 zwei Jahre lang Analyst bei Goldman Sachs und hat in Harvard studiert und war dort mit Kushner und Blankfein befreundet. Er blieb am Ball und sitzt nun – wie Business Insider herausstreicht – mit 36 Jahren in mindestens sechs Vorständen und hält Meetings im Restaurant Nobu ab. Rayman ist mit 33 Partner geworden.

Er ist nicht der einzige Goldman-Sachs-Alumnus, der erfolgreich ist. Ein weiterer Partner bei Apollo ist Aaron Sobel, früher Leveraged Finance Banker bei Goldman Sachs und Morgan Stanley, der seit 2011 bei Apollo ist. Wie Rayman gehört Sobel mehreren Vorständen an. Und wie Rayman ist auch er jung. „Erst als wir die offiziellen Unterlagen gemacht haben, habe ich bemerkt, dass er 36 Jahre ist“, grinst ein Firmen-CEO, der mit ihm zusammenarbeitet.

Managing Directors bei Goldman Sachs bekommen 400.000 Dollar Gehalt, plus ein Vielfaches davon als Bonus. Partner bei Apollo allerdings können zehn Millionen und mehr verdienen (11 Partner in Großbritannien bekamen 2021 11 Millionen Dollar). Wenn man in Harvard mit den richtigen Leuten das Wohnheimzimmer geteilt hat und 80-Stunden-Wochen bei Goldman Sachs sowie 20-Stunden-Tage als Associate bei Apollo überstehen kann, dann könnte man weich landen. Business Insider munkelt, dass Apollo mit seinen Nachwuchskräften heute sogar sanfter umgeht als früher – mittlerweile gibt es eine richtige Personalabteilung und einen Meditationsraum. Leute wie Rayman und Sobel hätten die Unternehmenskultur bei Apollo verändert.

Unabhängig davon ist es vermutlich nicht einfach, der Vater von Sam Bankman-Fried zu sein. Im einen Moment ist der Sohn ein milliardenschwerer Held der Gegenkultur, der sich nachts ein paar Stunden auf den Sitzsack legt und sein Geld spendet, und im nächsten Moment wird ihm vorgeworfen, ein betrügerischer, soziopathischer Hedonist zu sein, der bei allen verhasst ist.

Für einen (weiteren) langen Artikel über SBF und dessen Aktivitäten auf den Bahamas hat das Wall Street Journal mit dem Inhaber eines französischen Luxus-Bistros gesprochen, das beliebt bei FTX-Mitarbeitenden war, bevor die meisten von ihnen zurück in die USA gegangen sind. Bankman-Frieds Vater Joseph Bankman, Steuerrechtler an der Uni Stanford, war ebenfalls regemäßig zu Gast, wenn er seinen Sohn besuchte als die Welt noch in Ordnung war. Als er letzte Woche da gewesen sei, sei es allerdings anders als sonst gewesen, so der Bistro-Besitzer: Nach etwas Geplänkel sei SBFs Vater in Tränen ausgebrochen.

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Photo Credit: eFinancialCareers/Dall-e

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz
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