Für Recruiter
„Ich wusste, dass etwas nicht stimmte“

„Mit 40 wäre ich fast auf dem Trading Floor gestorben“

Ich arbeite nicht mehr im Banking oder im Bereich Financial Services, aber allen, die dort sind, möchte ich meine eigenen Erlebnisse zur Warnung mit auf den Weg geben.

Mit 40 war ich sehr erfolgreicher Aktienbroker und Teil der Führungsmannschaft auf dem Trading Floor bei einer Bank in Südamerika. Ich hatte keine gesundheitlichen Probleme und führte die Art von Leben, wie es bei erfolgreichen Brokern üblich ist: Ich war fast jeden Abend aus und habe Tag für Tag lang gearbeitet.

Ich habe viel gearbeitet und viel gefeiert.

Als wir kurz vor dem Abschluss einer großen Transaktion standen, bei der es um die Veräußerung eines ganzen Unternehmenszweigs der Bank ging, passierte etwas. Ich sprach mit unserer CFO, die neben mir saß und fühlte mich plötzlich ganz seltsam. Ich sah an ihrem Gesicht, dass etwas nicht stimmte, konnte aber selbst nicht nachvollziehen, was passierte. Ich hatte keine Schmerzen, aber mir war klar, dass etwas nicht stimmte und ich so schnell wie möglich ins Krankenhaus musste.

Die CFO fuhr mich hin. Ich konnte zum Auto gehen. Als ich im Krankenhaus ankam, konnte ich mich nicht mehr klar artikulieren und es wurde – korrekterweise – vermutet, dass ich einen Schlaganfall hatte. Erst nach tagelangen Tests war klar, was die Ursache war. Ich bekam eine Kamera in den Hals und mein Herz wurde elektrischen Schocks ausgesetzt. Das führte dazu, dass das sogenannte „dreckige Blut“ sich mit dem Blut vermischte, das in mein Gehirn floss. In diesem Blut waren Klümpchen, die den Schlaganfall ausgelöst hatten.

Ich habe überlebt. Ich fiel mehrere Wochen aus und mir wurde operativ eine Art Schirm in die Herzwand eingesetzt, der dafür sorgt, dass der Riss nicht mehr aufgeht. In Amerika war das damals bereits eine Standardprozedur, in Südamerika allerdings noch nicht. Der Arzt, der mich operierte, hatte den Eingriff zuvor erst zweimal durchgeführt.

Als es mir besser ging, ging ich zurück in die Bank und brachte die Transaktion zum Ende. Nachdem diese über die Bühne war, verließ ich meinen Job. Mir war klargeworden, dass ich extrem unter Stress stand, als es zu dem Vorfall kam. Und mir war auch klargeworden, dass ich einiges anders machen kann.

Erst einmal tat ich gar nichts. Irgendwann wurde mir langweilig und ich wurde immer wieder um Rat gebeten. Anfangs habe ich ein wenig Consulting gemacht. Heute betreibe ich ein Bergbauunternehmen und eine Farm. Es hätte ganz anders laufen können. Änder was bevor du dazu gezwungen wirst, es tu tun.

Martin Palmer ist ein Pseudonym

 

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AUTORMartin Palmer
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