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Die Deutsche Bank hat jetzt die Guten.

Die Deutsche Bank ist tatsächlich nicht mehr so schlimm

Früher hatte die Deutsche Bank einen bestimmten Ruf. Vor der Finanzkrise war die Bank als eher ruppiger Arbeitgeber bekannt, der dazu neigte, Mitarbeitende gegeneinander auszuspielen. Co-Heads waren keine Seltenheit – und es kam vor, dass Co-Heads plötzlich feststellten, dass die Bank ohne vorherige Absprache eine neue Person für die eigene Stelle geholt hatte.

Heute sieht es bei der Deutschen Bank anders aus. Die Bank, die in dem Ruf stand, ein bisschen böse zu sein, ist tatsächlich ziemlich nett geworden.

Das ist zum Teil beabsichtigt. Ende 2021 sagte Drew Goldman, der damalige Head of Investment Banking Coverage and Advisory, dass die Bank keine Leistungsträger dulden werde, die nicht zur Unternehmenskultur beitragen: „Es spielt keine Rolle, wie produktiv sie sind.“ Drew – der selbst ein sympathischer Typ und Kulturträger war – hat die Bank mittlerweile verlassen und ist zur Abu Dhabi Investment Authority gewechselt, doch mit den neusten Personalentwicklungen hat die Deutsche Bank diesen Ethos fortgesetzt.

Am deutlichsten sichtbar wurde dies daran, dass die Deutsche Bank alles daran gesetzt hat, Johnny Moore zu holen, den ehemaligen Head of Global Credit bei der Credit Suisse, für den eigens eine Stelle geschaffen wurde, nachdem er die Credit Suisse im Mai verlassen hatte. Leute, die mit Moore zusammengearbeitet haben, bescheinigen, er sei „sehr beliebt“ und vertrauenswürdig. „Er hat sich aus eigener Kraft nach oben gearbeitet und ist sehr bodenständig.“ Diego Discepoli, ex-Head des Global Credit Products Business in EMEA bei der Credit Suisse, ist ähnlich beliebt und wechselt ebenfalls. 

Da Moore Leute anzieht, die ihn bei der Credit Suisse respektiert haben, wird er im Trading mit festverzinslichen Wertpapieren, das früher das Herzstück der Deutschen Bank war, eine angenehme Atmosphäre schaffen. Aber Insider erklären, dass die neue Freundlichkeit bei der Deutschen Bank von ganz oben komme. „Die Kultur hat sich unter Ram Nayak völlig verändert“, sagt ein Headhunter und bezieht sich dabei auf den ehemaligen Head des Bereichs Fixed Income, der im Januar zum Co-Leiter der Investmentbank befördert wurde. „Nayak ist ein netter Typ, und die Deutsche Bank ist wirklich kein schlimmer Laden mehr.“

Hinzu kommt, dass Nayak den Ausbau des Handels mit festverzinslichen Wertpapieren zur Chefsache gemacht hat. Die Deutsche Bank drängt in neue Bereiche, auch in Bereiche, in denen sie einst tätig war und aus denen sie sich dann zurückgezogen hatte. Dazu gehören der Metallhandel  und der Handel mit hypothekarisch gesicherten Wohnimmobilien, aus dem sie sich vor rund zehn Jahren verabschiedet hatte.

Was zusätzlich hilft ist, dass die Deutsche Bank zahlreiche Senior-Macro-Trader von Morgan Stanley abgeworben hat, einer Bank, die bekannt für ihr vergleichsweise angenehmes Arbeitsumfeld ist. Außerdem wurde das Team mit ehemaligen J.P. Morgan-Mitarbeitenden verstärkt, darunter Verena Kruse, Head of EMEA FX Sales, die im September 2021 von J.P. Morgan kam, Fabian Lang, Head of Insurance and Pensions für Deutschland, der im Juli 2021 von J.P. Morgan kam sowie Daniel Theuerkauf im Bereich European Credit Solutions, der seit Oktober 2022 dabei ist.

Nicht alle sind allerdings davon überzeugt, dass die Transformation abgeschlossen ist. Ein erfahrener Trader bei einer konkurrierenden Bank sagte uns, dass die Deutsche Bank in ihrem Kreditvertriebs- und -trading-Team nun „sehr alt“ sei und 2023 gezwungen sein könnte, einige Mitarbeitende zu entlassen. Im Februar 2022 holte die Bank Michel Ramon von Mizuho, einen „großartigen Mann“, und machte ihn zum Co-Head of North European Credit Flow Sales, obwohl es bereits Holger Knieper gab, der kurz vorher zum MD befördert worden war und etwas ganz Ähnliches tat. „Es ist die Art von Ort, an dem man denkt, dass alles super ist, bis dann ganz plötzlich die Maßgaben geändert werden“, so der zitierte Trader.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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