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Mieser Bonus – was jetzt?

Du kriegst für 2022 weniger Bonus als 2021? Willkommen im Club. Bei den meisten geht es nicht um das ob, sondern um das wieviel. In der aktuellen Situation ist ein Rückgang um 15 Prozent gut. Alles, was über 40 Prozent hinausgeht, ist schlecht. Ein Zero-Bonus ist immer furchtbar.

Die eigentliche Frage ist, was du mit dem mageren Bonus jetzt anfängst. Hier gibt es ganz unterschiedliche Empfehlungen.

„Die Banken haben mit den diesjährigen Boni die Fühler ausgestreckt“, so ein Londoner Headhunter, der auf den Macro-Bereich spezialisiert ist, wo am meisten Personal eingestellt wurde. „Die Boni sind von Team zu Team – und auch innerhalb der Teams – sehr unterschiedlich ausgefallen und es gibt viel Angst vor Abwanderungen. Die meisten Banken haben Gelder zurückbehalten, um Gegenangebote machen zu können, wenn Leute kündigen wollen.

Bei manchen Banken und auf manchen Positionen kann es daher sinnvoll sein, den Mut des Arbeitgebers auf die Probe zu stellen. Es kursieren bereits Berichte über „ziemlich aggressive“ Gegenangebote für Leute, die dieses Jahr in einem Anflug von Verärgerung kündigen wollten. Einen mageren Bonus einfach hinzunehmen, erhöht das Risiko, auch im nächsten Jahr wieder einen niedrigen Bonus zu erhalten. Bei Goldman Sachs – wo die Boni um 30 Prozent gesunken sind und damit nicht ganz so stark, wie zunächst vermutet –, ist die Rede von einer Revolte und von den „Opportunitätskosten“ des Bleibens, vor allem in den Sales-Funktionen, wo einige berichten, 50 Prozent weniger bekommen zu haben. Multi-Strategy-Hedgefonds (die allerdings ebenfalls Schwierigkeiten haben) gelten als die bessere Wahl, aber Angebote können auch genutzt werden, um beim aktuellen Arbeitgeber mehr Geld zu verhandeln.

Allerdings bergen Counter-Offer selbst einige gut dokumentierte Risiken, nicht zuletzt weil die, die sie bekommen, ohnehin kurz später wieder gehen. In einigen Bereichen gibt es sie gar nicht, weil um Talente nicht konkurriert wird. Britische Unternehmen wie Berenberg, Liberum und Shore Capital haben im Aktienbereich viel Personal entlassen, weil „sie wissen, dass diese Mitarbeitenden auch nirgendwo anders unterkommen würden“, berichtet ein Headhunter – zumindest nicht im Moment.

Wenn du deinem Ärger Luft gemacht hast, ist die beste Strategie, geduldig zu sein. Obwohl Banken wie BofA einen Einstellungsstopp verhängt haben und auch wenn Unternehmen wie Goldman Sachs Personal abbauen, war die Einstellungssituation im Januar gar nicht so schlecht. Die Zahlen unserer eigenen Stellenbörse zeigen, dass im Januar 2023 zwar 17 Prozent weniger Stellen als im Januar 2022 angeboten wurden, aber immer noch doppelt so viele wie im Januar 2021. Während die meisten Headhunter – selbst im Macro-Bereich – sagen, dass die Personalgewinnung aktuell langsamer läuft als im letzten Jahr, sind einige optimistisch, dass es im Laufe des Jahres 2023 wieder aufwärts gehen wird. Unternehmen, die keine Leute an Bord geholt haben, werden dann einen Exodus erleben, prognostiziert ein Headhunter im Aktienbereich.

Vielleicht wird der Ärger über den Bonus mit der Zeit auch einfach verpuffen. Ein Headhunter geht sogar so weit zu sagen, dass alle, bei denen der Bonus gesunken ist, das auch verdient haben. „Die Leute haben das bekommen, was sie wert waren“, sagt er. „Ich kenne Leute, die 15 Prozent mehr bekommen haben, dafür aber auch phänomenale Zahlen vorgelegt haben.“ Ein anderer schlägt vor, es einfach zu akzeptieren. „Viele Leute haben sich mit den diesjährigen Boni abgefunden“, sagt er. „Das Jahr 2021 war ein Ausreißer und ein verrücktes Jahr – es gab riesige Summen. Wenn man dieses Jahr also 20, 30 Prozent weniger hat, ist das einfach eine Rückkehr zum Normalmaß.“

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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