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Was die UBS mit den Arbeitsplätzen bei der Credit Suisse vorhat

UBS übernimmt die Credit Suisse zum Preis von 0,50 Franken pro Aktie. Die Banker und Trader der Credit Suisse werden zwar im Hinblick auf ihre aufgeschobenen Boni Geld verlieren, doch werden sich diese Verluste auf rund 300 Millionen Franken beschränken – und nicht auf 600 Millionen Franken wie im ursprünglichen Angebot von 0,25 Franken pro Aktie. Eine gute Nachricht!

Die eigentliche Frage ist nun aber, was mit den Arbeitsplätzen bei der Credit Suisse geschieht, insbesondere im Investmentbanken-Zweig. Und vor allem: Wie geht es weiter mit den Plänen von Michael Kleins, den größten Teil der Investmentbanken-Geschäfts als „Credit Suisse First Boston“ auszugliedern?

Banker der Credit Suisse wissen nicht, was mit ihren Jobs passiert

Ranghohe Insider der Credit Suisse sagen, dass sie bislang keine Informationen erhalten haben außer einer E-Mail, in der steht, dass der UBS-Deal wohl erst nächstes Jahr abgeschlossen werden kann. „Das bedeutet, dass in den nächsten Monaten alles beim Alten bleibt, obwohl niemand wirklich weiß, was passiert“, so ein Managing Director der Credit Suisse uns gegenüber.

In der Pressemitteilung der Credit Suisse zur Fusion wird bestätigt, dass der Abschluss der Transaktion nicht vor Ende 2023 erwartet wird und es heißt: „Bis zur Vollendung der Fusion wird die Credit Suisse ihre Geschäfte im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs weiterführen und ihre Restrukturierungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der UBS umsetzen.“ Weiter steht in der Pressemeldung: „UBS hat sich zuversichtlich dahingehend geäußert, das Personal der Credit Suisse weiter zu beschäftigen“. Es wird jedoch auch gesagt, dass „UBS voraussichtlich so bald wie dies rechtlich möglich ist, Personen für die Schlüsselpositionen bei der Credit Suisse benennen wird“, was für führende UBS-Banker nicht sehr vielversprechend klingt.

Aufschlussreicher rund um die Arbeitsplätze bei der Credit Suisse sind die Pressemeldungen der UBS. Die Mitarbeitenden der Credit Suisse sind zwar willkommen, aber nicht überall.

UBS zu den Credit-Suisse-Mitarbeitenden: Herzlich willkommen, aber wir werden Stellen streichen

„Wir verstehen, dass diese Situation für die Mitarbeitenden der Credit Suisse nicht einfach ist, aber wir möchten betonen, dass wir uns darauf freuen, unsere neuen Kolleg:innen willkommen zu heißen“, sagte UBS-Chairman Colm Kelleher im heutigen Analysten-Call.

In einer Präsentation wurde erläutert, was die UBS mit der Investmentbank der Credit Suisse grob vorhat. So sollen insbesondere Teile der Investmentbank der Credit Suisse in eine Non-Core-Einheit verlagert werden, die laut UBS-Finanzchefin Sarah Youngwood „breiter angelegt“ sein wird als die derzeitige Non-Core-Einheit der Credit Suisse. In der Pressemitteilung der UBS ist zu lesen, dass die „Mehrheit der Marktpositionen der Credit Suisse in den Non-Core-Bereich verlagert wird“, was in den Ohren von Sales-Leuten und Tradern bei der Credit Suisse bedrohlich klingt.

Was passiert mit der CS First Boston und mit den Investmentbanker:innen bei der Credit Suisse?

Was ist mit der CS First Boston? UBS-CEO Ralph Hamers wollte sich dazu nicht äußern, ob der Plan von Michael Klein, eine „Superboutique“ auszugliedern, noch zu realisieren ist. Liest man jedoch zwischen den Zeilen der heutigen Aussagen von UBS, so scheint sich im Verborgenen etwas abzuzeichnen.

UBS gibt an, man sehe in der Übernahme des Credit-Suisse-Investmentbankings die Erfüllung einiger strategischer Ziele. Die Credit Suisse kann insbesondere mit einer Reihe von Investmentbankern in den USA und im Technologiebereich aufwarten – ein Bereich, in dem die UBS nach eigenen Angaben ohnehin expandieren wollte. „Was das globale Bankgeschäft betrifft, so sehen wir in der kombinierten Einheit einen Mehrwert“, erklärte Hamers heute. „Sie bringen einiges an Fähigkeiten mit, die uns weiterbringen.“

Das bedeutet, dass Michael Klein und die US-Banker der Credit Suisse in die UBS integriert werden sollen. Auf die europäischen Banker der Credit Suisse trifft das möglicherweise nicht zu.

Weitere Kostensenkungen im Umfang von 8 Milliarden Franken, wobei die Investmentbank nicht mehr als 25 Prozent der RWA ausmachen soll

UBS plant nach dem Zusammenschluss für die gesamte Einheit Kostensenkungen von 8 Milliarden Franken. Youngwood sagte heute, dass diese Kosten zusätzlich zu den bestehenden Kostensenkungsplänen der Credit Suisse eingespart werden und dass der Großteil der Einsparungen bei der Credit Suisse erfolgen wird.

Viele der Kürzungen werden wahrscheinlich im Investmentbanken-Zweig erfolgen. „Die eigentliche Herausforderung ist es, sich die Investmentbanking-Aktivitäten vorzunehmen“, sagte Hamers über die Übernahme. Man wolle „die Investmentbank neu ausrichten“, was „viel Arbeit“ sein wird. Von den 8 Mrd. Franken Kostenkürzungen sollen 6 Mrd. Franken aus Stellenstreichungen kommen.

UBS plant, dass die Investmentbank (ohne das Non-Core-Geschäft) nach der Fusion maximal 25 Prozent der Risk Weighted Assets (RWA) der kombinierten Einheit ausmachen soll.

Was passiert mit den Arbeitsplätzen im Wealth Management bei der Credit Suisse in Asien?

Die Arbeitsplätze der Credit Suisse in Asien dürften während der Fusion ebenfalls vergleichsweise gut geschützt sein. UBS erklärte heute, dass es Synergien zwischen den Aktivitäten der beiden Banken in der Region gäbe. „Was die Credit Suisse im Wealth Management einbringt, ergänzt unsere Stärken“, so die Bank. „Unsere Stellung in Hongkong, Singapur und China wird nun durch die Stärke der Credit Suisse in Südostasien ergänzt.“

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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