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„McKinsey & Co war schon lange dabei, die Credit Suisse kaputt zu machen“

Bei der Credit Suisse wird überlegt, die Berater zurück zu holen. Ich würde dazu raten, auf keinen Fall McKinsey & Co zu engagieren. Ganz abgesehen von ihrem schlechten Ruf, den sie selbst verschuldet haben (man erinnere sich an Rajat Gupta), war McKinsey schon lange dabei, die Credit Suisse kaputt zu machen.

Manche werden sich noch an Lukas Mühlemann erinnern. Er ist ehemaliger CEO der Credit Suisse und war zuvor zwölf Jahre lang bei McKinsey & Co. Mühlemann war Chef von McKinsey & Co. in der Schweiz, bevor er 1997 CEO der Credit Suisse wurde.

Mühlemann setzte an zu einer Expansionsstrategie, in deren Rahmen 1997 Winterthur Insurance für 8,8 Milliarden Dollar übernommen wurde, oder auch im Jahr 2000 Donaldson, Lufkin and Jenrette für 11,5 Milliarden Dollar. Nachdem sich die Verluste türmten und der Aktienkurs sich halbiert hatte, musste Mühlemann 2002 gehen. Die Winterthur wurde später an Axa verkauft.

Allein das hätte für Credit Suisse Warnung genug sein können, dass McKinsey-Leute weniger wissen, als sie behaupten. Dann allerdings stellte die Bank 2015 mit Tidjane Thiam erneut einen McKinsey-Berater als CEO ein und dieser holte kurz darauf Pierre-Olivier Bouée von McKinsey, den er dann COO wurde. Beide wurden am Ende entlassen – zuvor hatte Thiam die weitgehend unerfahrene Lara Warner zur Chief Risk and Compliance Officer ernannt.

An der aktuellen Lage der Credit Suisse trägt McKinsey also eine Mitschuld. Es wäre eine Ironie des Schicksals, wenn McKinsey jetzt beauftragt werden würde, bei der Fusion mit der UBS zu helfen.

Ralph Hamers ist zu jung und unerfahren, um das Spiel zu durchschauen – doch Berater an Bord zu holen, ist ein gängiger Trick. Sergio Ermotti will sich nur absichern. Wenn man die teuersten Berater anheuert, die man finden kann, signalisiert man so dem Aufsichtsrat: „Seht her, ich habe getan, was ich konnte, habe sogar McKinsey engagiert, was also kann falsch sein? Alle anderen machen das auch.“

Wenn Sergio Ermotti wüsste, was er tut, bräuchte er keine Berater – und schon gar nicht die von McKinsey.

Ralph Tangemann ist ein Pseudonym

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AUTORRalph Tangemann

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