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Deutschlands Top-Investmentbank-Boutiquen

Das erste Quartal des Jahres 2023 ist geschafft (puh!) – und nicht für alle hat es gut begonnen. Es ist ein durchwachsenes Quartal gewesen, sowohl in Europa, als auch für Boutique-Banken, also für spezialisierte Banken, die M&As betreuen.

Was ist eine Boutique?

Genau das, also eine spezialisierte (Investment-)Bank, die sich auf M&A-Beratung konzentriert. Das ist natürlich nicht alles, was sie tun. Zum Angebot gehören auch Kapitalmarktdienstleistungen und bei manchen auch Asset Management. Boutiquen haben deutlich weniger Personal als Bulge-Bracket- oder mittelständische Banken, aber das Gehalt an der Spitze der Boutique-Hierarchie übertrifft beide.

Was ist eine deutsche Boutique?

Eine Boutique-Bank in einem Land in Mitteleuropa.

Gunnar Kühne, Managing Director bei GKES – Gunnar Kühne Executive Search GmbH in Frankfurt, berichtet dass Boutiquen „in Deutschland opportunistisch Personal einstellen und das Beste daraus machen, dass Leute jetzt die großen Banken verlassen.“

Eine Reihe an Boutiquen in Deutschland stellen Personal ein, darunter Bryan Garnier, Piper Sandler und RW Baird.

Mit freundlicher Genehmigung des Marktforschungsunternehmens Dealogic haben wir einen Blick auf die Boutique-Banken geworfen, die in Deutschland 2022 am erfolgreichsten waren (gemessen am Deal-Volumen), um aufzuzeigen, wie das Jahr für die Branche in Deutschland ausgesehen hat.

Perella Weinberg Partners

Perella Weinberg Partners (PWP) ist eine in New York ansässige Bank, die mehr Transaktionen abgewickelt hat als die beiden nächstgenannten Banken zusammen. Das deutsche Büro war 2020 in München eröffnet worden, als drittes in Europa. Oh, und gezahlt wird enorm gut, obwohl die Gehälter gekürzt wurden – das Gehalt lag bei 839.000 Dollar. Pro Kopf.

PJT Partners

PJT hat es in einem für die Investmentbanking-Branche schwierigen Jahr geschafft, seine Einnahmen 2022 gegenüber 2021 zu steigern – etwas, das sogar Boutiquen kaum gelungen ist. Gezahlt wird ebenfalls spektakulär gut, das Gehalt lag 2022 bei etwa 740.000 Dollar pro Kopf, was etwas weniger ist als im Vorjahr. Das Unternehmen hat ein Büro in Frankfurt.

Evercore

Für Evercore als größte Boutique-Investmentbank der Welt lief 2022 enttäuschend, gezahlt wurden nur 801.000 Dollar pro Kopf (zuvor waren es 958.000 Dollar). In der deutschen M&A-Rangliste wurde das Unternehmen mit knapp zwei Prozent auf den zweiten Platz verwiesen. Evercore betreibt seit 2015 ein Büro in Deutschland und hat damals die Frankfurter Boutique Kuna & Co. übernommen.

Robey Warshaw

Die winzige britische Boutique Robey Warshaw konnte sich gegen viele größere Banken durchsetzen und sich 2022 im deutschen Ranking den vierten Platz sichern, obwohl sie noch nicht einmal ein Büro in Deutschland hat. Die Boutique ist vor allem dafür bekannt, dass der ehemalige britische Finanzminister George Osborne zu ihren Partnern zählt, und zahlt außergewöhnlich gut – von ihren vier Partnern erhielt der bestbezahlte 2022 17,2 Mio. Pfund (21,4 Mio. Dollar), während die 13 Mitarbeitenden pro Kopf auf 511.000 Pfund (637.000 Dollar) kamen.

Centerview Partner

Mit Centerview Partners schaffte eine weitere Bank ohne Standort in Deutschland es im Ranking auf den fünften Platz und zahlte dabei auch außergewöhnlich gut. In Großbritannien bezahlte die Boutique 294.000 Pfund (354.000 Dollar) pro Kopf – nicht eingerechnet sind die 54 Mio. Pfund (65 Mio. Dollar), die an die Partner ausgeschüttet wurden: Durchschnittlich 6,8 Mio. Pfund (8,2 Mio. Dollar) pro Kopf.

Houlihan Lokey

Anders als einige der vor ihr platzierten Banken hat Houlihan Lokey mit Sitz in New York Büros in Frankfurt und München, was ihr im Ranking der Deal-Volumen den sechsten Platz bescherte. Houlihan Lokey wickelte viel mehr Einzeltransaktionen ab als andere Banken, beinahe so viele wie die übrigen Top Ten zusammen.

Jamieson Corporate Finance

Bei Jamieson Corporate Finance (JCF) handelt es sich ebenfalls um eine kleine britische Boutique, die aber sogar ein deutsches Büro in Frankfurt betreibt. Darüber hinaus gibt es Büros in London, New York, Amsterdam und Madrid, was für eine Bank mit 35 Leuten erstaunlich kosmopolitisch ist. Das Frankfurter Büro wird von Felix Rose geleitet, ehemaliger M&A-Banker bei Morgan Stanley.

Moelis & Co.

Das in New York ansässige Unternehmen Moelis, das ein Büro in Frankfurt unterhält, scheint nicht so gut zu bezahlen wie einige andere Wettbewerber (Boutiquen und Großbanken). Das heißt aber nicht, dass sie keine gute Arbeit leisten – ihr ehemaliger deutscher M&A-Chef Jan Caspar Hoffman ist als deutscher CEO zum Konkurrenten Alantra gewechselt.

FIH Partners

Eine Boutique, die ausschließlich in Kopenhagen sitzt, ist vielleicht nicht das, was man von einer Bank in diesem Ranking erwartet (auch wenn die Bank sicher näher an Deutschland sitzt als an New York), aber FIH Partners steht dort zurecht. Die Boutique hat im Jahr 2022 nur einen einzigen Deal in Deutschland begleitet – den Verkauf einiger Windkraftanlagen in der Nordsee.

Greenhill & Co.

Greenhill ist eine weitere Bank mit einem Büro vor Ort, wurde 1996 gegründet und zahlt ziemlich gut – auch wenn die Boni für Junioren dem Vernehmen nach spät geflossen sein sollen. Die deutsche Niederlassung wird von Phillip Meyer-Horn geleitet, der 2006 zu der Bank kam, nachdem er vier Jahre lang Managing Director bei BNP Paribas war.

Metzler Seel Sogn & Co.

Und zu guter Letzt doch noch eine Bank, deren Hauptsitz auch in Deutschland ist. Die 350 Jahre alte Bank, die üblicherweise unter „Metzler“ firmiert, ist die zweitälteste Bank Deutschlands (nach Berenberg) und wird immer noch von der Gründerfamilie (Friedrich von Metzler) geführt. Die Bank hat ihren Hauptsitz in Frankfurt und hat zudem Büros in Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und München in Deutschland sowie in Peking, Tokio und den USA.

CASE Corporate Finance

CASE Corporate Finance ist deutlich kleiner und jünger als Metzler (rund 340 Jahre jünger) und betreibt vier Büros – Frankfurt, Paris, Amsterdam und Mailand. Das Unternehmen wurde gegründet von Nicolas de Canecaude, zuvor bei Royal Bank of Scotland (RBS) Chef des französischen und belgischen M&A-Geschäfts. Partner wie Marcus Bär und Marc Philipp Becker waren früher ebenfalls als M&A Directors bei der RBS.

Carlsquare

Carlsquare ist ein wenig älter als CASE, aber dennoch viel jünger als Metzler. Die Bank sitzt ausschließlich in Europa, das Headquarter ist in Hamburg und es gibt weitere Büros in Berlin, München, Stockholm, Kopenhagen und London. Gegründet worden ist das Unternehmen von Mark Miller und Michael Moritz.

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