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Wie man sich per Mail für einen Banking-Job vorstellt

Du willst einen Job im Investmentbanking. Angenommen, du hast die Chance verpasst, über die klassischen Einstiegspfade in die Finanzbranche zu kommen, oder es hat nicht geklappt – oder du bist in einer anderen Branche und willst wechseln: Kann alles passieren. Nur: Was macht man dann?

Du kannst – wie in „guten alten Zeiten“ einfach eine E-Mail rausschicken und abwarten. Damit wünsche ich dir viel Glück – und: nimm eine Absage nicht persönlich. Nuno Reis, ehemaliger Trader und promovierter Physiker (und mittlerweile Karrierecoach), rät dazu, sich ein gutes „emotionales Bankkonto“ anzulegen, um schmerzliche Absagen besser verkraften zu können.

Victoria McLean, CEO der Karriereberatung CityCV, ermutigt dazu, im Rahmen einer breiteren Strategie auch Kaltakquise-E-Mails einzusetzen. „Kaltakquise-E-Mails sind keine Universallösung“, sagt sie. „Wenn du Kaltakquise mit anderen Kontaktmöglichkeiten kombinierst, kannst du dir einen Vorteil verschaffen.“ Mit „anderen Kontaktmöglichkeiten“ sind soziale Medien gemeint – aber ob man seinen inneren Joe Goldberg dazu nutzen sollte, jemanden „zufällig beim Kaffee“ anzuhauen?

Wie dem auch sei: Kaltakquise-E-Mails können funktionieren oder auch nicht, aber sie sind besser als gar nichts. Aber wie schreibt man sie?

Kurz und bündig

An erster Stelle sollte man bedenken, dass eine Kaltakquise-Mail nicht irrsinnig lang ausgedehnt werden sollte. Versetz dich in die Lage des Empfängers – würdest du eine Mail von jemand fremdem lesen, die so lang ist wie ein ganzes Buchkapitel? Sicher nicht. „Streich so viel wie möglich raus“, so Reis.

Mache neugierig

Manvir Nijhar, früher MD bei SocGen und heutiger Karrierecoach, sagt, dass „dir von vornherein klar sein muss, dass du möglicherweise vielleicht keine Antwort bekommst“. Dabei kann es auch bleiben, wenn man noch mal nachfasst – und auch, wenn man vielleicht sogar ein zweites Mal nachfasst. Daher solltest du in deiner ersten Mail noch nicht zu viel von dir preisgeben und dir manches lieber für die zweite oder dritte Mail aufheben.

Wenn du in deiner ersten E-Mail (oder sogar in den ersten E-Mails) schon alles gesagt hast, dann hast du keinen Grund mehr, eine weitere Mail zu schreiben – außer dem obligatorischen „Hatten Sie schon Gelegenheit, sich meine erste E-Mail anzusehen?“. Und das wird kaum die Reaktion hervorrufen, die du dir wünschst.

Die Person, die deine E-Mail erhält, hat vermutlich nicht viel Zeit für Mails von unbekannten Empfängern übrig. „Der Empfänger hat wahrscheinlich wenig Zeit, viel zu tun, eine Menge Probleme, die gelöst werden müssen und wird noch dazu mit Informationen überhäuft“, sagt Manvir. Gib also nicht alles auf einmal preis.

Hab Geduld (zumindest ein bisschen)

„Leute geben gerne Ratschläge und reden gern über sich selbst“, sagt Reis. „Erzähle von einer Studie, die für die Arbeit des Empfängers relevant ist und stelle eine kluge Frage dazu“, aber achte darauf, dass keine Vertraulichkeitsregeln verletzt werden. Oder wie Victoria McLean es ausdrückt: „Schreib was Nettes... Es ist immer gut, Begeisterung zum Ausdruck zu bringen.“

Bleib cool

Deinen Lebenslauf anzuhängen, wäre übertrieben. „Erwecke nicht den Eindruck, dass du verzweifelt auf Jobsuche bist (auch wenn du es sein solltest)“, sagt Victoria McLean. „Bleib professionell, aber nicht zu formell.“ Einen E-Mail-Anhang mitzuschicken, könnte außerdem dazu führen, dass die Mail nicht zugestellt wird.

Verkauf dich nicht unter Wert

„Es ist wichtig, dass du deine Qualifikationen erwähnst“, sagt McLean. „Dein potenzieller Arbeitgeber sucht wahrscheinlich Leute mit ganz bestimmten Qualifikationen.“ Da das Finanzwesen eine stark regulierte Branche ist, musst du diese Regeln auf dem Schirm haben. Es ist „wichtig, ein gutes Verständnis dieser Regeln und der Branche als Ganzes zu zeigen“.

Füge am Ende einen „Call to action“ ein

McLean und Reis glauben beide, dass man eine E-Mail am besten mit einer Einladung zum Handeln beendet. „Schlag nicht vor, gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen, sondern biete etwas an, das weniger Zeit in Anspruch nimmt“, sagt Reis. Victoria McLean schlägt vor, einen kurzen Videocall oder ein Treffen anzufragen und den Empfänger zu bitten, ein Datum und eine Uhrzeit zu wählen. Und vergiss nicht, dich für die Zeit zu bedanken!

Verschicke deine E-Mail an einem Wochentag zwischen 6 und 22 Uhr (idealerweise Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag).

Nachfassen

„Du solltest auf jeden Fall nachfassen“, sagt Victoria McLean. „Nicht aufdringlich, aber nach etwa einer Woche kannst du eine kurze E-Mail schicken“. Reis stimmt zu. „Wenn auf die erste E-Mail nicht geantwortet wird, sollte man nach ein paar Wochen nachfassen“, sagt er. Achte darauf, dass du etwas Neues bietest – mit der Jagd um der Jagd willen machst du dir keine Freunde. „Wenn du den Leuten hinterherläufst, wird sie das nerven. Führ dir immer vor Augen, was dein Gegenüber davon hat“, sagt Reis.

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AUTORZeno Toulon

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