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Lazard baut Stellen ab – bittere Pille für Nachwuchskräfte

In grauer Vorzeit, vor 2021, zahlte Lazard seinen First-Year-Analysten im Investmentbanking 85.000 Dollar im Jahr. Im August 2021 schraubte Lazard die Gehälter für First-Year-Analysten noch weiter hoch, auf dann 100.000 Dollar. Und im März 2022 legte man noch eine Schippe drauf und erhöhte auf 120.000 Dollar.

In der Folge ist es jetzt möglich, in den ersten sechs Berufsjahren im Investmentbanking bei Lazard allein mit dem Gehalt 1,6 Millionen Dollar zu verdienen. In guten Jahren kann dieser Betrag durch Boni leicht verdoppelt werden.

Aber gute Jahre erleben wir aktuell nicht.

Heute hat Lazard Q1-Ergebnisse vorgelegt, die zeigen, dass die Erträge im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent gesunken sind und die Bank einen unerwarteten Verlust von 37 Mio. Dollar gemacht hat. „Offen gesprochen hat sich das externe Umfeld im Vergleich zu Dezember oder auch zu Februar wirklich verschlechtert“, sagte Lazard-CEO Ken Jacobs im heutigen Investor-Call.

Es ist auch nicht zu erwarten, dass die Lage bald besser wird. Jacobs wies darauf hin, dass Deals normalerweise eine Laufzeit von 15 bis 18 Monaten haben und dass sich die Umsätze im laufenden Jahr und vermutlich auch im ersten Quartal des nächsten Jahres nicht groß verbessern werden. Gleichzeitig erklärte er, dass das Restructuring-Geschäft nicht in dem Maße angezogen hat wie in einer Abschwungphase üblich.

Unter diesen Umständen haben Jacobs und seine Kollegen getan, was jedes gute Führungsteam in einer solchen Situation tun sollte. Ausgehend von den Umsatzprognosen haben sie eine Kostenbasis festgelegt, die in der Zukunft tragfähig ist. Und sie haben beschlossen, dass dies zur Folge hat, auf 340 Stellen zu verzichten. Es werden also Arbeitsplätze abgebaut.

Die Kürzungen werden die üppig bezahlten Nachwuchskräfte wahrscheinlich stärker treffen als andere. Jacobs sagte, man plane Mitarbeitende zu entlassen, die keinen Einfluss auf die Produktionskapazitäten haben, also Support-Personal, Banker:innen in dümpelnden Bereichen und Trainees.

Wie die untenstehende Grafik zeigt, wird gekürzt nachdem zuvor jahrelang Personal eingestellt wurde. Zwischen 2019 und 2022 hat Lazard seinen Personalbestand um 384 Mitarbeitende (das sind 12 Prozent) erhöht. In den letzten acht Jahren ist die Zahl der MDs um 29 Prozent angestiegen.

Theoretisch bedeuten Bonuszahlungen, dass Banken eine flexible Kostenbasis haben, die im Fall von ausbleibenden Umsätzen gekürzt werden kann. Laut Jacobs ist dies jedoch nicht der Fall: In den letzten Jahren sind nicht nur die Gehälter, sondern auch Benefits, Unterhalt- und Technologiekosten zu den Fixkosten hinzugekommen. Nur in Bezug auf den Personalbestand besteht noch Spielraum.

Lazard ist bekannt dafür, Nachwuchskräfte extrem hart ranzunehmen und Jacobs lobte heute das „Engagement und den Einsatz“ der vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden.

Das Risiko besteht nun darin, dass andere Banken mit Blick auf die Investmentbanking-Sparten ähnliche Schlussfolgerungen ziehen. „Unsere Branche erholt sich nicht“, sagte Jacobs und fügte hinzu, dass „man das erfahrungsgemäß vermutlich frühzeitig tun sollte“.

Es sieht jedoch nicht alles düster aus. Jacobs erklärte weiter, dass Banker:innen in einigen Sektoren immer noch zu tun haben, etwa jene, die mit Kunden aus der Pharma- und Biotechnologiebranche sowie der Finanzbranche betreuen. Er wies auch darauf hin, dass ein frühzeitiger Personalabbau die Möglichkeit biete, sich weiterzuentwickeln und „erfahrene, produktive Talente“ günstig abwerben zu können.

Junior-Banker mit hohen Gehältern fallen allerdings nicht in diese Kategorie.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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