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Warum Goldman Sachs sich von MDs (und Partnern) trennen muss

Wenn die Financial Times recht hat, wird der Abbau von 250 Stellen bei Goldman Sachs im Unternehmen vor allem Managing Directors (MDs) betreffen. 

Es dürfte dafür verschiedene Gründe geben. Wie bereits berichtet, kostet jeder einzelne MD das Unternehmen vermutlich mindestens 1,5 Mio. Dollar im Jahr. In einem Marktumfeld, in dem Deals weiter dümpeln und die Umsätze im M&A und Debt Underwriting in Q1 m Jahresvergleich um 27 bzw. 32 Prozent eingebrochen sind, lässt sich durch das Loswerden von MDs natürlich schnell Geld sparen.

Goldman Sachs wollte sich zur Richtigkeit der Behauptungen in der FT nicht äußern. Insider aus dem Unternehmens sagen allerdings, dass für die Entlassung der MDs noch einen anderen Grund gibt. Sowohl sie als auch die Partner des Unternehmens werden immer teurer wegen einer 2008 eingeführten Regel in Bezug auf die Unverfallbarkeit von Aktien.

Intern als „rule of 60“ bekannt, besagt die Regelung, dass Goldman-Sachs-Mitarbeitende das Unternehmen verlassen können, wenn ihr Alter und ihre Betriebszugehörigkeit zusammen 60 Jahre ergeben, und dass sie dabei alle ihre nicht unverfallbaren Aktien behalten können. „Ältere Mitarbeitende haben eine Menge Geld in unverfallbaren GS-Aktien, das sie verlieren, wenn sie zur Konkurrenz wechseln. Wenn sie die 60er-Regel erreichen, wird alles unverfallbar, und sie können alles behalten“, meint ein langjähriger Goldman-Sachs-Insider.

Das ist zwar gut für alle, die diese Zahl erreichen, bedeutet aber auch, dass Goldman-Sachs-Mitarbeitende, die sich dem Ziel nähern, tendenziell länger im Unternehmen bleiben, als sie es sonst tun würden. „Leute, die sich ihrer 60er-Zahl nähern, werden wie Straßensperren“, sagt der genannte Insider hinter vorgehaltener Hand. „Sie haben nicht die Kraft, echte Innovationen voranzutreiben, weil sie nicht vorhaben, sie zu Ende zu führen.“

Goldman Sachs ist nicht die einzige Bank mit einer solchem Regelung. Als die „role of 60“ eingeführt und die vorherige „55er-Regel“ abgelöst wurde, war erklärt worden, dass man damit lediglich der üblichen Praxis folge.

Auch die Partner von Goldman Sachs sind von der 60er-Regel betroffen. Business Insider berichtete gestern, dass 85 Partner das Unternehmen verlassen haben, seit David Solomon CEO geworden ist – auch wenn Solomon selbst auf dem jüngsten Investor Day bei Goldman Sachs erklärt hatte, dass die Partnerfluktuation nicht höher als üblich sei.

Goldman Sachs hat die letzten Jahre damit verbracht, neue Managing Directors von außen zu holen, vor allem im Technologie-Bereich. Außerdem soll Ende dieses Jahres eine neue Runde an Beförderungen zum Managing Director erfolgen.

Der genannte Goldman-Sachs-Insider sagte, dass die nächste Sparrunde im September nur die übliche jährliche Ausdünnung sein werde. „Es gab eine im September 2022 und die nächste Kürzung im September 2023 dient nur dazu, die leistungsschwachen MDs und andere vor dem nächsten Beförderungszyklus am Jahresende zu entfernen.“

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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