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Citigroup-MD: Die Beziehung zu einem Kollegen hat mich traumatisiert

Mani Singh hat Citi letztes Jahr verlassen.

Die Klage von Ardith Lindsey zeigt einmal wieder: Mit einflussreichen Managing Directors (MD) bei Banken sollte man kein Verhältnis eingehen.

Lindsey, ehemals Head of Electronic and Execution Advisory Services bei Citi in New York soll, „über Jahre hinweg“ eine Beziehung mit einem führenden Banker gehabt haben. Nun seien bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung, eine schwere depressive Störung, eine allgemeine Angststörung und eine schwere neurokognitive Störung diagnostiziert worden. Sie sei arbeitsunfähig und verklagt die Citigroup wegen geschlechtsspezifischer Diskriminierung und eines feindlichen Arbeitsumfelds.

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Lindsey hatte im August 2007 im nordamerikanischen Aktiengeschäft bei Citi angefangen und war im elektronischen Sales Trading tätig.

Kurz nach ihrem Start habe sich – so Lindsey – ihr höherrangigerer Kollege Mani Singh mit ihr angefreundet. Singh war später zum Global Head of Platform Sales aufgestiegen. Er habe gesagt: „Als ich dich zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich dich haben wollte.“ Er begann sie zu umwerben und die beiden ließen sich auf eine Beziehung ein,

Singh, der in der Klage nicht als Beklagter genannt wird, hat Citi im Dezember 2022 verlassen. Er wollte sich auf Anfrage nicht äußern, sodass er die von Lindsey angeführten Ereignisse weder widerlegt noch bestätigt. Die Beziehung mit Lindsey endete im Oktober 2022, nachdem sie sich von seiner angeblichen Nötigung losgesagt haben soll. Singh soll Lindsey daraufhin massenweise Drohungen und obszönen Texten geschickt haben, in denen er ihr unter anderem drohte, ihren Kindern etwas anzutun und sie in Bezug auf ihr Gehalt „niederzumachen“ und seinen „Einfluss“ dafür zu nutzen, um ihre Karriere und ihren Ruf zu zerstören.

Kurz später ging Singh bei Citi und was er aktuell tut, ist unklar. Lindsey behauptet, dass Citi sein unberechenbares Verhalten jahrelang ignoriert habe und erklärt, man habe ihm ermöglicht, von sich aus zu kündigen und damit seinen Ruf zu schützen. Tim Gately, US-Aktienchef bei Citi, habe zum Abschied von Singh vor 150 Mitarbeitenden des Aktienbereichs eine Rede gehalten und gesagt: „Wir alle bedauern es sehr, dass er geht und sind dankbar für alles, was er im Laufe der Jahre geleistet hat. Aber er hat sich so entschieden und wir wünschen ihm alles Gute.“

Lindseys Anklage, die auch den Vorwurf eines Übergriffs nach einer Weihnachtsfeier Londoner im Jahr 2007 enthält und sich auf den allgegenwärtigen Sexismus im Aktienhandel bezieht, wird von Citi zurückgewiesen.

Ein Sprecher der Bank sagte, man werde sich vor Gericht gegen die Klage verteidigen. „Unabhängig davon, was die Klage im Einzelnen beinhaltet, sind unsere Werte und Erwartungen jedoch klar – niemand sollte am Arbeitsplatz diskriminiert oder belästigt werden. Unsere Kollegen sollten wissen, dass sie Bedenken über sich selbst oder andere äußern können, ohne Vergeltungsmaßnahmen befürchten zu müssen. Bei inakzeptablem Verhalten muss entschieden gehandelt werden. Wir überprüfen und aktualisieren unsere Richtlinien regelmäßig und suchen nach innovativen Wegen, um sicherzustellen, dass diese von allen Kollegen verstanden und befolgt werden“, heißt es.

Der Citi-Sprecher fügte hinzu, dass die Bank Singhs Verhalten, wie es in dem Bericht beschrieben wird, „bedauert“. Er sagte aber, dass Lindsey widersprüchliche Angaben zu ihrer Beziehung gemacht habe. „Als sie vor einigen Jahren im Rahmen einer großen Finanztransaktion zwischen den beiden befragt wurde, beschrieb Frau Lindsey Herrn Singh nur als einen Freund. Als sie uns letztes Jahr die furchtbaren Textnachrichten meldete, erklärte sie, die Beziehung sei einvernehmlich gewesen. Wir haben Herrn Singh sofort beurlaubt und eine Untersuchung eingeleitet. Herr Singh hat innerhalb weniger Tage seine Kündigung eingereicht, noch bevor die Untersuchung abgeschlossen werden konnte.

Singh, der auch als Manvinder Bhathal firmiert, hatte seine Laufbahn bei JPMorgan in London begonnen und an der London School of Economics studiert.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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