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Credit Suisse ist von inkompetenten Nicht-Bankern geführt worden, die eine Million Dollar und mehr verdient haben

Dass die Credit Suisse von Inkompetenz geplagt war, ist schon seit einiger Zeit klar. Schon bevor die Bank durch die UBS übernommen wurde, ist mit Zusammenhang mit den enormen Archegos-Verlusten das „i-Wort“ gefallen: Inkompetenz wurde sowohl Leuten im Senior- als auch im Middle Management vorgeworfen. Nun glaubt das Wall Street Journal, den Kern des Problems gefunden zu haben: Urs Rohner, Chairman der Credit Suisse, während dessen zehnjähriger Amtszeit der Aktienkurs der Credit Suisse um 75 Prozent eingebrochen ist.

Der Jurist Rohner führte einen Vorstand an, der sich aus verschiedenen Personen ohne Bankenerfahrung zusammensetzte, die in der Regel mehr als 1 Million Dollar erhielten, so berichtet das WSJ. Mit dabei: Ein Harvard-Professor, der sich mit Geschlechtergleichstellung am Arbeitsplatz befasst und zuvor als Erfinder bei Google tätig war, ein Mitglied des Königshauses von Katar, der Sohn eines früheren Credit-Suisse-Chairmans und der CEO des Pharmakonzerns Roche.

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Rohner hatte außerdem Tidjane Thiam, ebenfalls ein Nicht-Banker, zum CEO der Credit Suisse gemacht. Thiam bemühte sich nach Kräften, die Kosten zu senken und Praktiken auszumerzen, die angeblich auf das Konto des Chairmans gingen, etwa der Verzicht auf Margenkredite an das Königshaus von Katar (Rohners Freunde bestreiten dies). Thiam stellte Compliance-Manager ein, die aufdeckten, dass die Credit Suisse das von Rohners Ehefrau gegründete Film Festival in Zürich sponserte und dass dieser einem Freund einen der begehrten Parkplätze bei der Credit Suisse in Zürich zur Verfügung stellte. Thiam wurde daraufhin zu Rohners Geburtstagsfeier eingeladen, auf der ein schwarzer Performer mit einem Besen auftrat. Das WSJ berichtet, dass Thiam dies als stillschweigende, rassistische Botschaft auffasste: Er war dazu da, für den Chairman aufzuräumen.

Bei Rohner hat man den Eindruck, dass er weder Ahnung noch Taktgefühl hat. Als 2019 die Kosten gesenkt werden sollten, beschloss Rohner angeblich, den Aufsichtsrat und die Beiräte nach New York einzufliegen, um die Umstrukturierung zu feiern. COO Pierre-Olivier Bouée sprach sich gegen die Reise aus, die aber nichtsdestotrotz stattfand. Die Vorstandsmitglieder wurden mit Vergünstigungen bedacht, etwa mit Einladungen zu Pferderennen im Schnee in St. Moritz und zu Leadership-Seminaren mit dem Markenbotschafter Roger Federer.

Rohner, der jetzt im Verwaltungsrat von GlaxoSmithKline sitzt, bestreitet alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Er sagt, der Bank sei es vor seinem Weggang gut gegangen, das Kapital sei stark, die Liquidität ebenfalls, die Geschäftsbereiche seien „alle leistungsfähig und profitabel“ und die Credit Suisse bis zu seinem Weggang auf einem guten Weg gewesen.

Die großen Aktionäre sind anderer Meinung. „Der Chairman und die anderen Aufsichtsräte hatten nicht die richtigen Kompetenzen“, sagt einer. „Die Erfolgsbilanz des Chairmans war grauenhaft“, sagt ein anderer. Der derzeitige UBS-CEO Sergio Ermotti mag dem zustimmen: Ermotti sagte letzte Woche, dass fahrlässig handelnde leitende Banker:innen härter bestraft werden sollten und dass der Zusammenbruch der Credit Suisse auf „wiederholtes Versagen im Risikomanagement und operativen Bereich“ zurückzuführen sei. Ultimativ trägt Rohner dafür die Verantwortung.

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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