Zum Ende des Jahres erwarten die Banker:innen bei HSBC den größten Anstieg ihrer Boni, dicht gefolgt von denen bei Goldman Sachs. Umgekehrt sind die Mitarbeitenden der Bank of America die einzigen, die im Durchschnitt mit einem Rückgang ihrer Boni rechnen. Für den Optimismus bei der HSBC gibt es mehrere Ursachen. Zum einen waren die Boni 2022 (die Anfang 2023 gezahlt werden) gesunken – und bei der Vorstellung der Q3-Ergebnisse hatte die Bank eine Erhöhung der leistungsabhängigen Vergütung bekanntgegeben, die zu einem Anstieg der Gesamtausgaben um 1 Prozent (bezogen aufs ganze Jahr) führt. Genau diese Ausgaben hatten im letzten Jahr bei rund 30 Mrd. US-Dollar gelegen – daraus lässt sich schließen, dass zusätzliche Boni im Umfang von 300 Mio. US-Dollar ausgeschüttet werden. Verglichen mit dem letztjährigen Bonuspool in Höhe von 3,36 Mrd. Dollar wäre das ein Anstieg von 9 Prozent.

Und das war nicht das einzige interessante Ergebnis. So zeigte sich etwa, dass die Befragten bei Goldman Sachs davon ausgehen, dass ihre Boni in diesem Jahr fast 30 Prozent höher sind als im Vorjahr. Das ist viel, vor allem wenn man bedenkt, dass die Gesamtausgaben für Vergütung in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 nur um 4,5 Prozent höher lagen als im Vorjahreszeitraum. Selbst wenn man den Personalabbau berücksichtigt, sind die Vergütungsausgaben pro Kopf bei Goldman Sachs an sich „nur“ um 12 Prozent gestiegen.

Aber: Einige Banker und Trader bei Goldman Sachs sind im vergangenen Jahr vergleichsweise mager bezahlt worden und hoffen nun, dass das Unternehmen das wiedergutmacht. Goldman-Sachs-CFO Denis Coleman sagte, dass das Unternehmen seine Mitarbeitenden aufgrund des harten Wettbewerbs um Fachkräfte besser vergüten müsse, und deutete an, dass die Ausgaben für Vergütungen bei der Bank in diesem Jahr im niedrigen einstelligen Bereich steigen werden. Ein Finance-VP bei Goldman Sachs in den USA gab im Rahmen unserer Befragung an, es gäbe „Gerüchte, dass 2022 alles wieder in Ordnung gebracht wird“.

Bei den anderen Banken ist die Lage uneinheitlich. Die Umfrageteilnehmer:innen von Barclays erwarten ein Bonusplus von 16 Prozent, trotz der Gerüchte um neue (und sehr hohe) Eigenkapitalrenditeziele, die wahrscheinlich im Februar 2024 in Kraft treten. Woher also der Optimismus? Höchstwahrscheinlich ist es eine Kombination aus zwei Faktoren: erstens, dass die Obergrenze für Bankenboni in Großbritannien nicht mehr gilt, und zweitens, dass die Boni im letzten Jahr um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken waren. Befragte, die bei Morgan Stanley arbeiten, erwarteten ebenfalls einen Anstieg der Boni. Hier könnten die Hoffnungen etwas begründeter sein. Obwohl die Bank in diesem Jahr 3.500 Mitarbeitende entlassen hat, stiegen die Vergütungsausgaben in den Ergebnissen des dritten Quartals 2023 um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der scheidende CEO James Gorman hat mit Aussagen wie „wirklich leistungsstarke Leute sind in der ganzen Branche begehrt“ Gehaltserhöhungen angedeutet. Doch wer sind diese High-Perfomer:innen?

Vermutlich diejenigen, die nicht entlassen wurden. Die Befragten bei der Bank of America erwarten, dass die Boni sinken werden – und sie sind damit die einzigen Mitarbeitenden einer Großbank, die dies angeben. Das mag überraschen, denn die BofA hat sich dieses Jahr im Vergleich zu anderen Banken bisher gut geschlagen. Allerdings hat sich das Unternehmen auch zu einem umfassenden Einstellungsstopp verpflichtet, der Stellenstreichungen abwenden soll – und das könnte den Bonuspool erheblich ausweiten. Ein BofA-VP gab bei unserer Umfrage an, dass er mit einem Rückgang der Boni rechne, zum einen wegen der Rezession und zum anderen, weil die „Bank sich verpflichtet hat, die gesamte Belegschaft zu halten“.

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"}Welche Banken erwarten dieses Jahr die höchsten Boni – und welche die magersten?
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Welche Banken erwarten dieses Jahr die höchsten Boni – und welche die magersten?

Wie hoch fällt dein Bonus dieses Jahr aus? 2.000 Menschen haben sich an unserer „Bonus Expectation Survey“ beteiligt und die Ergebnisse zeigen, dass die Erwartungen von Bank zu Bank sehr unterschiedlich sind.

Zum Ende des Jahres erwarten die Banker:innen bei HSBC den größten Anstieg ihrer Boni, dicht gefolgt von denen bei Goldman Sachs. Umgekehrt sind die Mitarbeitenden der Bank of America die einzigen, die im Durchschnitt mit einem Rückgang ihrer Boni rechnen. Für den Optimismus bei der HSBC gibt es mehrere Ursachen. Zum einen waren die Boni 2022 (die Anfang 2023 gezahlt werden) gesunken – und bei der Vorstellung der Q3-Ergebnisse hatte die Bank eine Erhöhung der leistungsabhängigen Vergütung bekanntgegeben, die zu einem Anstieg der Gesamtausgaben um 1 Prozent (bezogen aufs ganze Jahr) führt. Genau diese Ausgaben hatten im letzten Jahr bei rund 30 Mrd. US-Dollar gelegen – daraus lässt sich schließen, dass zusätzliche Boni im Umfang von 300 Mio. US-Dollar ausgeschüttet werden. Verglichen mit dem letztjährigen Bonuspool in Höhe von 3,36 Mrd. Dollar wäre das ein Anstieg von 9 Prozent.

Und das war nicht das einzige interessante Ergebnis. So zeigte sich etwa, dass die Befragten bei Goldman Sachs davon ausgehen, dass ihre Boni in diesem Jahr fast 30 Prozent höher sind als im Vorjahr. Das ist viel, vor allem wenn man bedenkt, dass die Gesamtausgaben für Vergütung in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 nur um 4,5 Prozent höher lagen als im Vorjahreszeitraum. Selbst wenn man den Personalabbau berücksichtigt, sind die Vergütungsausgaben pro Kopf bei Goldman Sachs an sich „nur“ um 12 Prozent gestiegen.

Aber: Einige Banker und Trader bei Goldman Sachs sind im vergangenen Jahr vergleichsweise mager bezahlt worden und hoffen nun, dass das Unternehmen das wiedergutmacht. Goldman-Sachs-CFO Denis Coleman sagte, dass das Unternehmen seine Mitarbeitenden aufgrund des harten Wettbewerbs um Fachkräfte besser vergüten müsse, und deutete an, dass die Ausgaben für Vergütungen bei der Bank in diesem Jahr im niedrigen einstelligen Bereich steigen werden. Ein Finance-VP bei Goldman Sachs in den USA gab im Rahmen unserer Befragung an, es gäbe „Gerüchte, dass 2022 alles wieder in Ordnung gebracht wird“.

Bei den anderen Banken ist die Lage uneinheitlich. Die Umfrageteilnehmer:innen von Barclays erwarten ein Bonusplus von 16 Prozent, trotz der Gerüchte um neue (und sehr hohe) Eigenkapitalrenditeziele, die wahrscheinlich im Februar 2024 in Kraft treten. Woher also der Optimismus? Höchstwahrscheinlich ist es eine Kombination aus zwei Faktoren: erstens, dass die Obergrenze für Bankenboni in Großbritannien nicht mehr gilt, und zweitens, dass die Boni im letzten Jahr um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken waren. Befragte, die bei Morgan Stanley arbeiten, erwarteten ebenfalls einen Anstieg der Boni. Hier könnten die Hoffnungen etwas begründeter sein. Obwohl die Bank in diesem Jahr 3.500 Mitarbeitende entlassen hat, stiegen die Vergütungsausgaben in den Ergebnissen des dritten Quartals 2023 um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der scheidende CEO James Gorman hat mit Aussagen wie „wirklich leistungsstarke Leute sind in der ganzen Branche begehrt“ Gehaltserhöhungen angedeutet. Doch wer sind diese High-Perfomer:innen?

Vermutlich diejenigen, die nicht entlassen wurden. Die Befragten bei der Bank of America erwarten, dass die Boni sinken werden – und sie sind damit die einzigen Mitarbeitenden einer Großbank, die dies angeben. Das mag überraschen, denn die BofA hat sich dieses Jahr im Vergleich zu anderen Banken bisher gut geschlagen. Allerdings hat sich das Unternehmen auch zu einem umfassenden Einstellungsstopp verpflichtet, der Stellenstreichungen abwenden soll – und das könnte den Bonuspool erheblich ausweiten. Ein BofA-VP gab bei unserer Umfrage an, dass er mit einem Rückgang der Boni rechne, zum einen wegen der Rezession und zum anderen, weil die „Bank sich verpflichtet hat, die gesamte Belegschaft zu halten“.

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