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Betrunkene Big-Four-Partner, die 1 Mio. Dollar und mehr verdienen

Managing Directors in Investmentbanken sind nicht immun gegen den Vorwurf des ungebührlichen Verhaltens. Man denke nur an die MDs bei Santander, die Anfang des Jahres gemeinsam mit Junior-Kollegen in einem Stripclub waren. Oder an den Managing Director von Citi Jan Skarbek, der im August zurückgetreten war, nachdem er sich auf einem Offsite unangebracht über seine Liebe und Zuneigung zu einer jüngeren Kollegin geäußert haben soll.

Was die gelegentlichen Vorfälle von ungebührlichem Benehmen im Banking allerdings in den Schattenstellt, sind die weitaus häufigeren Zoten bei Big-Four-Unternehmen. Der jüngste dieser Vorfälle, über den die  Financial Times heute berichtet, betrifft Stephen Cahill, einen der 25 Vice Chairmen bei Deloitte in London, sowie Partner und Head des Bereichs Executive Compensation für UK.

Berichten zufolge wird Cahill Deloitte verlassen bzw. sich zur Ruhe setzen, nachdem er bei einem Ausflug zum Pferderennen in Ascot mit 30 Deloitte-Kollegen im Juni eine 30-minütige „betrunkene Tirade“ vom Stapel gelassen hatte, in der er sich sowohl sexistisch als auch rassistisch geäußert hatte. Eine Sprecherin von Deloitte erklärte: „Stephen Cahill ist bei Deloitte in den Ruhestand getreten. Zu diesem Wechsel haben wir keinen Kommentar.“ Er war vor 14 Jahren ins Unternehmen gekommen.

Als Partner wird Cahill üppig verdient haben. Die Financial Times berichtete im September, dass Partner bei Deloitte im vergangenen Jahr durchschnittlich ein Gehalt von 1 Million Pfund bekommen haben. Dadurch dass Carhill in den Ruhestand geht – und nicht etwa selbst kündigt oder entlassen wird – wird er vermutlich keine Gehaltseinbußen haben.

Cahills Ausstieg nach dem Ascot-Vorfall könnte als Ausrutscher gewertet werden, doch ähnliche Vorfälle hat es bereits früher gegeben. Neil Hutt, Partner bei EY, der 16 Jahre lang im Unternehmen war und das Transaktionsunterstützungsteam für das Unternehmen in UK geführt hatte, war im November 2021 zurückgetreten, nachdem er beim Skifahren mit dem Unternehmen nach einem Mittagessen eine jüngere Mitarbeiterin angesprochen und ihr gesagt hatte, dass er sie später am Nachmittag „f***“ wolle.

Es gab in jüngster Zeit auch noch andere Vorfälle, darunter der tragische Fall von Michael Brockie, einem 28 Jahre alten Audit Manager bei PWC, der bei einem Betriebsausflug betrunken gestürzt war – oder den Tod von Aishwarya Venkatachalam, einer jungen Mitarbeiterin bei EY in Sydney, die sich das Leben genommen hatte, nachdem sie mit Kollegen etwas trinken war. Die oben genannten Vorfälle auf Ebene der Partner erwecken den Eindruck, dass etwas nicht stimmt. Man könnte meinen, dass die Führungskräfte der Big Four für die unbedarften Junioren ein schlechtes Beispiel sind.

Wenig hilfreich ist, dass sowohl Deloitte als auch EY auf das Bekanntwerden der Entgleisungen ihrer Partner nur zögerlich reagiert. Deloitte veranlasste nach Cahills Wutausbruch in Ascot eine interne Untersuchung, die jedoch nicht mit seinem Ausscheiden in Zusammenhang steht. EY erlaubte Hutt zunächst, weiter im Unternehmen zu bleiben, verhängte aber eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 Pfund und schickte ihn zum Diversity- und Inklusions-Training.

 

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AUTORSarah Butcher Globale Redaktionsleiterin mit Sitz

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