Wie der perfekte Lebenslauf für die Big Four aussieht

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Wie der perfekte Lebenslauf für die Big Four aussieht

Hunderttausende Bewerbungen gehen jedes Jahr bei den Big Four-Unternehmen (KPMG, EY, PWC, Deloitte) in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Wie schafft man es da, aus der Masse hervorzustechen? Klar ist: Es beginnt mit dem Lebenslauf. Darum: Gibt es den perfekten Big-Four-Lebenslauf und wenn ja, wie sieht dieser aus?

Beim Stichwort „perfekter Lebenslauf“ schüttelt Branchenkenner Marcus Michel entschieden den Kopf. Der Geschäftsführer von contagi PERSONAL hat selbst bei einem Big Four-Unternehmen gearbeitet und weiss, worauf Recruiter achten. „Den perfekten Big-Four-Lebenslauf gibt es nicht, sondern nur den optimalen CV für den Bewerber“, stellt er klar.

Und auch für den gibt es kein Geheimrezept – es kommt darauf an, für welchen Bereich und auf welchem Karrierelevel man sich bewirbt. Und doch gibt es einige Landmarken: „Ein Studium ist ein Muss“, sagt Michel – und das sollte typischerweise einen wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt haben. Partiell können auch MINT-Fächer interessant sein – unter anderem etwa, wenn Quants gesucht werden. Das Gros der Big-Four-Einsteiger sind aber nach wie vor Betriebs- und Volkswirte.

Studium: WiWi oder MINT

Spannender als die Frage des Studienfachs ist vielmehr, ob die Bewerberin oder der Bewerber ins das Big-Four-Umfeld hineinpasst. Um hier ein Gespür zu entwickeln, lohnt sich der Blick auf die Karriereseiten der Unternehmen. „Wir suchen Menschen, die über die Grenzen der eigenen Disziplin hinausdenken und im interdisziplinären Team wachsen wollen“ ist beispielsweise bei KPMG zu lesen, „Innovationstreiber, die mit uns an den Themen der Zukunft arbeiten. Verantwortungsbewusste, kommunikationsstarke Teamplayer mit einer grossen Portion Neugierde.“

Konkurrent EY schreibt: „Wir bringen aussergewöhnliche Talente (…) zusammen, um gemeinsam Dinge voranzutreiben und entscheidend besser zu machen.“ Zitiert wird ausserdem Silvia Hernandez, Leiterin People Advisory Services Advanced Manufacturing & Mobility in der DACH-Region: „Worauf es im Job zunehmend ankommt? Empathie, Anpassungsfähigkeit, Urteilsvermögen, Kreativität und Querdenkertum. Diese Fähigkeiten sind es, die die menschliche und digitale Wertschöpfung am Arbeitsplatz der Zukunft zusammenführen.“

PWC gibt konkrete Tipps

Bei PWC hält man auf den Karriereseiten eine Reihe an konkreten Bewerbungstipps bereit, darunter auch Empfehlungen zur formalen Gestaltung des CVs, die wie folgt lauten:

  • Übersichtliche Struktur
  • Maximal zwei Seiten (DIN A4)
  • Gliederung in sinnvolle Blöcke
  • Chronologische Reihenfolge, beginnend mit der aktuellsten Station
  • Nennung von Projekten, an denen man beteiligt war und die die eigenen Qualifikationen für die Stelle unterstreichen
  • Gut lesbare Schriftart wählen

Bei Deloitte wird indes vor einem scheinbar „perfekten Lebenslauf“ eher gewarnt. Auf den Karriereseiten des Unternehmens findet sich ein anderer Ratschlag: „Wenn man sich bei Deloitte bewirbt, ist es ganz ganz wichtig, man selbst zu sein und nicht irgendeinem Bild nachzueifern was man glaubt, was wir vielleicht brauchen könnten“, so Nicolai Andersen, Managing Partner Consulting bei Deloitte.

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Photo by Daria Nepriakhina on Unsplash

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