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„In Banken gibt es reihenweise psychopathische 50-jährige Männer, die sich an Frauen zwischen 20 und 30 vergreifen“

Da verliert eine weibliche Bankerin also ihren Job, weil sie ein Verhältnis mit einem jüngeren Kollegen hat? Klar erregt so eine Schlagzeile Aufmerksamkeit – tatsächlich aber haben Männer im Banking reihenweise Affären mit jüngeren Kolleginnen. Und männliche Banker und Trader kostet das fast nie den Job: Es sind die jungen Frauen, die auf der Strecke bleiben.

Eine dieser Frauen bin ich. Ich war bei einer US-Bank in London und hatte dort eine Beziehung zu einem Mann, der in der Hierarchie weiter oben stand. Am Ende war ich es, die gehen musste, und nicht er.

Junge Frauen müssen hier wirklich gewarnt werden. Ich habe meine Karriere in der Finanzbranche mit 23 Jahren begonnen und auf dem Trading Floor gearbeitet. Die Männer dort waren wie Haie. Junge Frauen wurden von ihnen unverhohlen angestarrt. Es war regelrecht unheimlich. Die Männer waren zwischen 50 und 60 und wenn eine junge Frau über den Gang lief, wurde sie mit den Augen ausgezogen. Selbst wenn ich in eine Bar gehen würde, in der alle betrunken sind, würde ich mich nicht unwohler fühlen als dort. 

Der Mann, mit dem ich eine Beziehung hatte, war nicht viel älter als ich, aber er stand in der Hierarchie höher. Anfangs wirkte er charmant und freundlich zu sein, aber Psychopathen sind oft charmant und freundlich, wenn sie etwas wollen. Als sich unsere Beziehung weiterentwickelte, begann er damit, mich einzuschüchtern – ich war in die Falle geraten. 

Ich habe mich an die HR-Abteilung gewendet – genau wie viele andere Frauen es tun, wenn Beziehungen sich in eine bedenkliche Richtung entwickeln. Aber die Männer haben fast immer Positionen, die in der Hierarchie weiter oben stehen und die Banken wollen sie an sich binden. Die HR-Abteilung sagt einem dann, dass der Mann nichts falsch gemacht hat. Der Sache wird nicht wirklich nachgegangen. Es wird einem stattdessen nahegelegt, sich eine Stelle in einem anderen Team zu suchen oder aber man bekommt drei Monatsgehälter angeboten und soll eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreiben. Die Frauen gehen, und die Männer werden entlastet. 

Die Vertraulichkeitsvereinbarungen führen dazu, dass das, was die Frauen erleben, nie ans Licht kommt. Die Frauen werden gezwungen, sie zu unterschreiben, und die Männer werden gedeckt und können für ihre Taten nicht mehr öffentlich belangt werden. Im Fall von Nadine Ahn bei RBC ist das nicht passiert – aber da ging es ja auch um eine Frau, die einen Mann gelinkt hat.

Amber Carney ist ein Pseudonym

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