Entdecken Sie Ihre Traumkarriere
Für Recruiter

Neuer Bankenjob im Jahr 2024? Nur, wenn jemand anderes kündigt

Wenn du 2023 schon versucht hast, einen neuen Job im Banking zu finden, dann dürfte es 2024 nicht einfacher werden. Zwar hatten alle gehofft, dass sich mit dem neuen Jahr die Lage für die Bewerber:innen – und damit auch für die Recruiter:innen – bessern würde, und doch ist 2024 nicht gerade gut angelaufen.
„Nirgends werden Einstellungen freigegeben, alle wollen weiter sparen und es werden kaum Leute eingestellt“, sagt ein Londoner Kapitalmarkt-Headhunter im Vertrauen. „Dieses Jahr wird mau“, sagt der Chef eines internationalen Personalvermittlungsunternehmens mit Blick auf die Zukunftsaussichten.
Das grundsätzliche Problem sind Umsätze, Kosten und Gewinne. Wie Rupak Ghose letzte Woche in der International Financing Review feststellte, sind die Eigenkapitalrenditen in den Investmentbanking- und Marktabteilungen bei US-Banken seit den Höchstständen 2021 drastisch gesunken. Bei Banken wie Morgan Stanley und Citi liegt die bereichsspezifische Eigenkapitalrendite jetzt deutlich unter 10 Prozent. Bei Goldman Sachs stiegen die Kosten letztes Jahr auf 75 Prozent des Gewinns, wenn man einmalige Posten einbezieht (bzw. 65 Prozent, wenn sie nicht berücksichtigt werden). Im Unternehmen werden eigentlich 60 Prozent angestrebt.
Die Folge: Wenn die Umsätze nicht bald anziehen, müssen Banken ihre Kosten noch stärker senken. Die diese Woche verkündete Sparrunde bei Bank of America ist ein Beleg dafür. Dass bei Citi 15.000 Stellen gestrichen werden (Business-Exits nicht mitgezählt) deutet auf strukturelle Probleme hin.
Manche Headhunter befürchten, dass das Jahr 2024 noch ruhiger werden könnte als 2023, als der Zusammenbruch der Credit Suisse und die Neueinstellungen bei Jefferies, der Deutschen Bank und Santander dazu beitrugen, die Dinge am Laufen zu halten. „Es geht nur um Kostenmanagement. Die Nachfrage ist sehr gering, und die Leute versuchen, mit dem auszukommen, was sie haben“, so der oben zitierte Londoner Headhunter.
Das heißt jedoch nicht, dass es überhaupt keine Neueinstellungen geben wird. Wie der Bank of America-CEO Brian Moynihan letzte Woche erklärte, verlassen in einem normalen Jahr 12 Prozent des BofA-Personals die Bank auf eigenen Wunsch. Im letzten Jahr waren es nur noch 6 Prozent, aber bei einer Belegschaft von 213.000 Menschen sind das immer noch fast 13.000 Stellen. Und obwohl die BofA im vergangenen Jahr versuchte, Stellen nicht extern zu besetzen, wurden laut Moynihan dennoch 15.000 Personen eingestellt. 
Die meisten Stellen dürften 2024 im Bankensektor also wahrscheinlich durch Nachbesetzungen entstehen. Von den zehn Headhuntern, mit denen wir für diesen Artikel gesprochen haben, sagten die meisten, dass Nachbesetzungen aktuell noch immer führend sind. Nachbesetzungen hängen allerdings davon ab, dass auch Leute gehen – und das wiederum hängt auch davon ab, wie unzufrieden die Leute mit ihrem derzeitigen Arbeitsplatz sind. Die aktuelle Bonusrunde dürfte diese Unzufriedenheit zusätzlich anheizen, auch wenn es anderswo vielleicht nicht besser ist. „Die Leute sind unzufrieden mit den Boni, aber sie sind gleichzeitig reif genug, um den makroökonomischen Hintergrund zu sehen und verstehen, dass die Kürzungen unumgänglich sind“, sagte ein Headhunter. 
Es könnte auch anders kommen. Wenn die Zinsen sinken, die geopolitischen Spannungen nachlassen und Private-Equity-Fonds beschließen, wieder Geld auszugeben, könnte das Deal-Aufkommen wieder nach oben gehen und entsprechend auch die Gewinnmargen der Banken steigen. Aber wie Moynihan vergangene Woche feststellte, ist vieles unklar. Einige Headhunter blicken zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte. „Letztes Jahr ist der normale Einstellungszyklus unterbrochen worden“, meint einer, „es gab bis weit nach Juli noch Einstellungen.“ Der Wunsch ist, dass wenigstens das sich 2024 wiederholt. 

author-card-avatar
AUTORAlex McMurray

Newsletter Anmeldung

Lassen Sie sich beraten, um Ihre Karriere zu managen und voranzutreiben

Treiben Sie Ihre Karriere voran

Finden Sie Tausende von Stellenangeboten, indem Sie sich noch heute bei eFinancialCareers anmelden.
Passende artikel
Empfohlene Jobs
GREENPEAK PARTNERS ADVISORY GMBH
INTERN INVESTMENT ANALYST PRIVATE EQUITY (M/W/D)​
GREENPEAK PARTNERS ADVISORY GMBH
Munich, Germany
Daiwa Corporate Advisory GmbH
Praktikant M&A (m/w/d) ab September 2024
Daiwa Corporate Advisory GmbH
Frankfurt am Main, Germany
Selby Jennings
M&A Analyst/Associate - Elite Boutique, Frankfurt
Selby Jennings
Frankfurt am Main, Germany
ATHELIOS Vermögensatelier SE
Praktikant*in für den Bereich Mergers & Acquisitions / Unternehmensstrategie
ATHELIOS Vermögensatelier SE
Frankfurt am Main, Germany
Bank Vontobel
Assistent Wealth Management (m/w/d)
Bank Vontobel
Munich, Germany

Newsletter Anmeldung

Lassen Sie sich beraten, um Ihre Karriere zu managen und voranzutreiben