Hedgefonds-Manager mit Bikinibildern auf Instagram eröffnet Büro in London

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Hedgefonds-Manager mit Bikinibildern auf Instagram eröffnet Büro in London

Niemand mit gesundem Menschenverstand sehnt sich zurück in die Zeit, die von MDs, die kurz vor der Pensionierung stehen, mit „Old City“ bezeichnet wird – eine Zeit, in der Alkoholismus, Vetternwirtschaft, Nachlässigkeit und die herabwürdigende Behandlung von Frauen und Minderheiten an der Tagesordnung waren. Gleichzeitig fehlt in der heutigen Branche ein wenig der Spass – zu viele Leute verhalten sich, als wären sie in die Finanzwelt gezwungen worden. London braucht Leute wie Bill Perkins, der dort jetzt mit seinem Hedgefonds ein Büro eröffnet und die zeigen können, wie man es anstellt, Spass zu haben.

Perkins ist ein legendärer Erdgas-Trader, der seit zehn Jahren von Houston aus Skylar Capital betreibt. Er pflegt einen intuitiven Anlagestil, geht grosse Richtungswetten ein und nimmt Volatilität in Kauf, anstatt sich von quantitativen Modellen kleine Gewinne auszahlen zu lassen und wurde darum schon als „The Last Cowboy“ bezeichnet. Perkins sagt: „Man kann mir nicht genug dafür bezahlen, dass ich vor einem Bildschirm sitze und mein Leben vergeude.“ Und genau so lebt er.

Im Jahr 2017 hiess es, sein Instagram-Account sei „berühmt für Fotos von seiner Yacht in der Karibik voller Frauen im Bikini“. Auch heute finden sich noch jede Menge Fotos von Wasserspielzeugen und Partys, doch er ist erwachsener geworden: 2020 hat er zum zweiten Mal geheiratet. Ausserdem scheint er nicht mehr als Produzent von Filmen wie After.Life und The Baytown Outlaws tätig zu sein (wer sich die Kritiken ansieht, kann den Grund erahnen). Er hat allerdings ein Buch mit dem Titel „Die With Zero“ geschrieben, in dem er seine Lebensphilosophie und sein Geldmanagement erläutert –ein Anti-Spar-Ratgeber für persönliche Finanzen, in dem er schreibt, wer mit 75 Jahren 250.000 Dollar gespart habe, hätte mindestens 200.000 Dollar an Erfahrungen verpasst. Oder warum es Sinn machen kann, für ein Bild im Wert von 200.000 Dollar 15.000.000 Dollar zu bezahlen, wenn man es wirklich haben will – so wie in seinem eigenen Fall. Auf seiner Website behauptet er zudem, dass er einen Grossteil seiner Zeit damit verbringe, zu Pokerturnieren zu fahren und sein Business per Smartphone von der Yacht aus führe.

Als Lebenseinstellung mag das unterhaltsam sein, ist aber von den heutigen Gepflogenheiten in der Unternehmenswelt recht weit entfernt. Es scheint, dass sein Fonds in London eigentlich von Nathan Arentz und einem Teil des Teams geführt wird, das er als Chef des Erdgashandels bei Glencore unter sich hatte. Wir wissen nicht, ob er Hedonist ist, aber seine LinkedIn-Endorsements beinhalten weder „kann gut Wakeboarden in St. Barts“ noch „finanziert schlecht rezensierte Thriller“. Skylar Capital ist vielleicht nur der schillerndste Hedgefonds der Stadt, wenn der Chef zu Besuch ist.

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